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Schnappschuss
Ghost Recon_10

postheadericon Sword of the new World: Granado Espada (PC)

 
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Manche werden nun, wenn sie diesen Titel hören in völliger Euphorie ausbrechen, manche werden die Nase rümpfen, doch den meisten wird dieser Titel nichts sagen. Aber das ändert sich nun, sofern DU, der Leser, etwas Zeit mitbringst.

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capture_00021Stellt euch das Spiel so vor: MMORPG im barocken Stil mit Tendenz zur wunderschönen Natur.  Zur Story wäre folgendes zu sagen: Das Alte Land ist durch Kriege der nahezu völligen Dekadenz ausgeliefert, Kriege ziehen durch das Land, doch ihr, seit nicht involviert.

Nein, ihr befindet euch auf einem Schiff. Dieses Schiff bewegt sich gen Neue Welt. Durch das besiedeln dieser oft noch unbekannten Landstriche bildeten sich große Städte, Zufluchten und Handelsposten, doch leider kommt es immer zu neuen Konflikten. Ihr beginnt also eure Reise auf dem Schiff, dass euch geradewegs zur Neuen Welt bringt. Hier beginnt ihr euer Spiel mit einem kleinen Tutorial, dass euch einfach und im Step-by-Step Prinzip die Steuerung näher bringt. Natürlich habt ihr auch die Möglichkeit dieses zu überspringen, doch würde ich euch raten es euch einmal anzusehen, weil die Steuerung schon ein bisschen Eingewöhnungszeit von einem abverlangt.

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Nun habt ihr euch ein wenig mit der Steuerung vertraut gemacht. Ihr rekrutiert nun eure Gruppe. Dazu sei gesagt: Anders wie in den meisten Spielen ist dies keine wild zusammengewürfelte Gruppe, sondern ihr durchquert das Land als eine Familie. Ihr könnt eure Familie erstellen, doch interagieren immer nur 3 Mitglieder mit der Umwelt. Ihr könnt diese natürlich theoretisch immer austauschen. Wie in allen Rollenspielen gibt es auch hier verschiedene Klassen die ihre Vor- aber auch ihre Nachteile in sich bergen. Hier könnt ihr zwischen Kämpfer, Magier, Schütze, Scout und Elementalist wählen.

Anfangs könnt ihr nur 4 Familienmitglieder generieren. Diesen könnt ihr einen Allgemeingültigen Familiennamen verpassen, sowieso individuelle Vornamen. Mit dieser Gruppe geht man zum Gouverneur und spielt „Briefträger". Am Anfang bekommt man nicht viel von der Welt mit, sondern bewegt sich nur im Mauernring.  Doch schon nach kürzester Zeit darf man auch mal vor die Tür und kann die wunderbare Flora und Fauna der Neuen Welt bestaunen. Für die Aufträge bekommt man Geld, Erfahrung und Gegenstände. Durch ein bisschen Kämpfen und Handeln kommt man jedoch sehr schnell voran. Das gewonnene Geld kann man in Ausrüstung und auch Charakterslots investieren, durch die man neue Familienmitglieder erstellen kann und seine Familie Zahlenmäßig aufstocken kann.snw-wp4

Spätere Missionen erfordern jedoch auch Teamwork. Daher bietet es sich an sich schon relativ früh einem Clan anzuschließen, oder für die jungen Wilden, selbst einen zu Gründen. Neben Jagen und ähnlichem kann man in PvP-Schlachten und Instanzen sein Können unter Beweis stellen.

Auffällig wird das Spiel dadurch, dass die Detailverliebtheit der Entwickler wirklich phänomenal ist. Man bekommt wirklich was fürs Auge geboten. Es ist wirklich alles dabei, was man aus alten Bildern und Büchern kennt : Spitzenbordüre oder Korsett? Es sind fast keine Grenzen zu erkennen. Vor allem liebevolle Detailarbeiten zeichnen das Spiel aus: So raffen die weiblichen Charaktere beim Laufen ihre Röcke etwas nach oben. Auch haben sich die Programmierer von imcGAMES ein bisschen zu sehr an ein männliches Ideal was den Brustumfang angeht gehalten, da dieser schon recht „großzügig" ausfallen.

 

Was jedoch den Detailreichtum der Kostüme wieder wett macht, ist die beschränkte Anzahl an Optionen. Man kann leider nur zwischen 8-10 Kostümen wählen, die sich aber auch auf die verschiedenen Klassen beschränken. Auch vermisst man kleine Individualitäten wie zB. Augen- , Haut- und Haarfarbe. Leider kommt hier alles aus dem selben Topf.sword_eins

Was das Auge hat, soll dem Ohr nicht fehlen: In den Städten überrascht das Spiel mit wunderschönen klassischen Klängen, doch leider nur in der Stadt. In der freien Welt herrscht eher ein akustischer Notstand, der durch billige Klänge und noch billigere Tonarrangements gezeichnet ist. Wems gefällt kanns gerne hören, wenn er wilde Tier jagt, doch für alle anderen : Man kann seine Ohren mit einer Option befreien.

 

Ein wirklich gelungenes Feature ist die Art der Steuerung. Man hat die Möglichkeit seine Gruppe einzeln oder als Gruppe agieren zu lassen, was in anbetracht der großen Gegnermassen große taktische Vorteile haben kann.

 

Je nachdem wie man die Gruppenlaune setzt, hetzt die Gruppe wie eine Horde Berserker den Gegner entgegen und macht alles platt, was in den Weg kommt. Man kann einstellen, dass Angreifer verfolgt werden oder, dass die Gruppe nur auf Angriffe reagiert. Jedoch sollte diese Option mit Vorsicht genossen werden: Je nachdem welches Mitglied als Führer gewählt wurde und je nachdem wie das Mischungsverhältnis zwischen Melee- und Distanzeinheiten ist, desto einfacher kann es passieren, dass man den Rest aus den Augen verliert.  Doch mit einem beherzten Klick auf den „Sammeln"-Button gruppieren sich die restlichen Mitglieder wieder um den Anführer.

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Auch lassen sich Fehler im Klassensystem feststellen: Eine richtige Heiler- oder Klerikerklasse gibt es nicht. Diesen Job müssen die Scouts übernehmen. Das Problem hierbei ist, dass die Scouts, auf deutsch: Kundschafter, leider nur schwach gepanzert sind und dazu noch Nahkämpfer sind. Fernkämpfer haben die Möglichkeit aus sicherer Distanz Magie zu weben, jedoch fällt das für einen Heiler im Gefecht ziemlich schwer. Scouts sind zwar beachtlich schneller als die Kämpferklasse, doch leider hilft hier meistens nur der schnelle Griff zu einem Trank oder zu einem Drop. Doch hier ein kleiner Trost: Drops von Gegnern, die, die Gesundheit heilen, wirken auf die ganze Gruppe, sobald ein Mitglied solches aufsammelt.

 

Auch das aufteilen in Dreiergruppen hat seine Nachteile: Da sich so auch die Erfahrungspunkte aufteilen leveln die Mitglieder langsamer. Da die Familie auch immer weiter wächst, wird es auch immer schwieriger, alle auf einem Niveau zu halten. Trost erhält man dadurch, dass Neuzugänge, zum Beispiel durch erledigte Aufgaben, das ungefähr selbe Level haben. Erstellt man jedoch ein neues Mitglied im Auswahlmenü, muss man dieses von Level 1 an hochziehen.

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Natürlich kann man das Leveln auch beschleunigen, indem man seine Charaktere einzeln in die Schlacht schickt, doch erweist sich das in Dungeons und im Freigelände, wo sich meistens riesige Monsterscharen rumtreiben, als problematisch. Auch läuft es, auf lange Sicht gesehen, darauf hinaus, dass man ein festes 3er Team hochzieht. Doch haben sich die Entwickler sich an dieser Stelle etwas einfallen lassen. Für das erfüllen von zahlreichen Quests bekommt man sogenannte „EXP-CARDS".  Durch diese Erfahrungskarten kann man nun entweder seine Standartgruppe weiter aufleveln, oder sie gleichmäßig in seiner Familie verteilen.

 

Doch man darf sich nicht täuschen. Sword of the new World ist ein reinrassiger „Grinder" und genau das, macht es auch relativ problematisch. Es ist nichts so einfacher, aber auch langweiliger, als seine Gruppe in ein Gebiet mit Gegnern zu stellen, und diese schlachten automatisch alles, was ihnen in den Weg kommt. Wenn man das nicht gerade in Gegenden tut, in welchen die Monster um einiges stärker als man selbst ist,  stellt das auch kein Problem dar. Das einzige was man noch tun muss, ist Gegenstände einzusammeln. Wer natürlich auf mehr Aktion steht treibt sich in Gegenden rum, in denen höherwertige Gegner warten, oder man nimmt Quests in Städten an, die manchmal schon recht zeitaufwendig sein können.

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Darüberhinaus gibt es auch eine Verkaufsversion. Diese beinhaltet neben einer gedruckten Anleitung auch einen freischaltbaren, spielbaren highlevel Charakter, mit dem man sich früh in Gegenden trauen kann, die normalerweise bis dahin nicht machbar für die eigene Gruppe wären.

Unter dem Strich kann man sagen: Auch wenn die Entwickler scheinbar am Kampfsystem gespart haben, ist es auf jeden Fall ein Reinschauen wert. Die Grafik ist auf jeden Fall ein Hingucker und es ist ja auch umsonst.

 


 pro  contra

-Grafik

-Steuerung

-Teamwork

-Story

-Verkaufsversion und Freeware

 

-wenig Optionen

-Sound außerhalb der Städte  

-Fehler im Klassensystem

-keine Individualitäten

 

  72 % 
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