World of Warcraft : Burning Crusade
Millionen Spieler warten schon seit langem geduldig auf das erste Add-On zum Multiseller
Online-Rollenspiel World of Warcraft. Expertgamer konnte nun exklusiv für euch einen Blick hinter die Kulissen dieses Meisterwerks werfen, um zu schauen, ob sich das lange Warten gelohnt hat.
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Erst mal die Storyline des Add-Ons: Bei Burning Crusade geht es um einen Waffenstillstand zwischen der Allianz des Guten (bestehend aus Menschen, Zwergen, Gnomen und Nachtelfen) und der Horde (die weniger Guten aber nicht Bösen: Untote, Trolle, Orcs und Tauren), die vor Jahren von der Dunklen Legion gegeneinander aufgebracht wurden. Doch Rachepläne ruhten während der ganzen Zeit in den Köpfen der Oberhäupter und nun beginnt der Frieden zu wanken… Die wichtigste Neuerung für viele Spieler dürften die beiden neuen Völker sein, die ehrenvollen Draenei auf Seiten der Allianz und die anmutigen Blutelfen, mit denen nun auch die Horde etwas für Elfenfanatiker bietet. Die wohl wichtigsten Neuerungen an den beiden Völkern sind die Klassen die sie mit sich bringen. So sind nun sowohl auf Seite der Horde Krieger des Lichts (so genannte Paladine) vertreten, als auch Naturverbundene Schamanen auf der Seite Allianz. Eine ebenfalls sehr Spiel verändernde Neuerung dürften die Juwelenschleifer sein, die sich die vorher seltenen Schmuckstücke, wie Ringe selbst aus Metallbarren und Alltagsgegenständen zusammenbasteln können. Und solche Schmuckstücke geben einem vor allem am Anfang recht nützliche Zusätze auf die Statuswerte oder besondere Fähigkeiten. Juwelenschleifer ist ein Beruf wie Schneider oder Verzauberer, wovon man bis zu 2 lernen kann. Hier hat Blizzard dem Spieler keine Zusätze gegeben. Der Spieler wird in seinem Streben nach Ruhm allerdings unterstützt, indem er einen wesentlich höheren Level erreichen kann. Zwar kann man nur 10 Level mehr steigen, als in der normalen Version, allerdings bekommt man in diesen Levels Boni, die sich wesentlich stärker bemerkbar machen, als in den Levels zuvor. Dafür braucht man allerdings auch noch mal circa so lange, wie von Level 1-60. Die Hauptstadt der Blutelfen heißt übrigens wie die Deutsche Rockband Silbermond und erstrahlt Tagsüber in einem feurigem Rot, entsprechend der Hautfarbe der Heißblütigen Blutelfen. Die ruhigeren Draenei dagegen haben in Ihrer Hauptstadt ihre blauen Farben angebracht. Während man in den Städten durch die geringe Spielerzahl noch ein geschäftiges Treiben beobachten kann, hat man in den Elite-Gebieten der Scherbenwelt alle Hände voll zu tun, um am Leben zu bleiben. Mobs und Bosse dort können eine ganze 20 Mann Schlachtgruppe mit wenigen Schlägen auslöschen. Bei Leuten die sich über mangelnde Motivation und Proportional zum steigenden Level sinkenden Spielspass beschweren, hört Blizzard nicht einfach weg, sondern überlegt sich eine Lösung, um das Problem zu beseitigen. So erlauben sie zum Beispiel Leuten die neidisch auf High-Level Charaktere mit ihren Reittieren geschaut haben, nun mit Level 10 schon mal für eine Quest ein Reittier zu besteigen. Das sind bei den Blutelfen Straußenähnliche Wesen, so genannte Cockatrices und bei den Draenei eine Art Kriegselefant, so genannte Elekks
Auch ansonsten bringen die Völker einige Eigenheiten mit sich. So können die Draenei Krieger, Paladin, Jäger, Priester, Schamanen und Magier als Nachwuchs ausbilden und die Blutelfen Paladine, Priester, Jäger, Schurken, Magier und Hexenmeister und sind somit das einzige Volk was keine Krieger bereitstellt. Dafür haben sie aber einige tolle Grundfähigkeiten wie das MP absaugen bei Gegnern durch Manadurst oder ihren natürlichen Magiewiderstand von 5 auf alle Elemente. Auch besitzen sie die Fähigkeit erstmal alle Gegner um sie herum zum schweigen zu bringen. Falls das noch nicht reicht um die Leute von diesem Volk zu überzeugen, gibt es zu all dem noch einen Bonus von 10 auf die Berufswahl Verzaubern. Die Draenei stützen sich auf ihren erhöhten Schattenwiderstand um 10, sowie ihre Trefferchancenerhöhung um 1% für alle Gruppenmitglieder im Umkreis von 30m und freuen sich darüber, dass sie einen Bonus von 5 auf den neuen Beruf Juwelenschleifer bekommen. Für Solospieler wird sich diese Klasse auf jeden Fall dadurch lohnen, dass man einen Buff auf seine Charaktere legen kann, der sie über 15 sec um 50 Lebenspunkte heilt.
Aber zurück zu den Quests: Neben den üblichen „Sammle 10 Pilze“ oder „Töte 20 Mondpirscher“ Quests, haben die Macher sich auch einiges einfallen lassen. So muss man in einer Quest der Blutelfen Partyservice spielen und für Essen, Alkohol und Unterhaltung sorgen und darf dafür seine Taschen an dem kalten Büffet füllen. Als Draenei bekommt man dagegen die Möglichkeit sich über Totems, die mit altertümlicher Schrift beschrieben sind, die Sprache der Furbolgs anzueignen und sich mit diesen anzufreunden. Grafisch hat sich nicht allzu viel getan. Große Unterschiede merkt man nur, wenn man die Grafikkarte wechselt, nicht das Spiel, aber die Strukturen der Gebäude sehen so oder so ziemlich imposant aus. Man sollte nur überlegen, wenn man auf einer niedrigen Einstellungen spielt, ob nicht vor Weihnachten noch ein neuer Rechner ins Haus kommen soll.
Kais Fazit: Ein gutes Add-On mit einigen Neurungen, vor allem in Sachen Spielbalance hat sich Blizzard einiges überlegt, so dass die stärksten Klassen nun auf beiden Seiten vertreten sind. Auch für ein bisschen mehr Spielspass am Rande wurde gesorgt. Das einzige was mich frustriert hat, waren in der Beta die bis zu 2 GB großen Patches, die man sich direkt saugen musste. Und natürlich waren Blizzards Server bei diesem Knaller recht überbelegt.
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