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Schnappschuss
Follout 3_19

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Alles begann mit einer winzigen, glibberigen Zelle...

 
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So lässt sich das neue Game für den PC wohl am Besten einleiten. Die Evolution zum Anfassen, klingt zuerst sehr lehrreich, ist aber weder streng noch langweilig, sondern soll laut Hersteller eine riesige Portion Spaß mit sich bringen. Wie viel Spaß das Würmchen vom Anfang wirklich mit sich bringt haben wir für euch getestet.

 

1 Man startet als ein kleiner, glibberiger Organismus im Meer, auch genannt Zelle. Deswegen auch der Name der ersten Phase des Spiels, der Zellphase. Hier kämpft man nun ums Überleben, indem man diversen Fressfeinden ausweicht. Aber halt, gehen wir einen Schritt zurück. Denn wer letztendlich die Fressfeinde sind wird noch zuvor entschieden, wenn man wählen muss ob man einmal ein Pflanzen-, Fleisch-, oder Allesfresser werden will- eben ganz biologisch korrekt.

Eigentlich hat man in der ersten Zeit nur zwei nicht ganz unwichtige Aufgaben: Fressen und verhindern, dass man selbst zur Nahrung wird.

Aus der Vogelperspektive lenkt man seine Zelle und versucht allem, was einem ggf. schaden könnte auszuweichen. Per Mausklick gelangt man zum nächsten Ziel, schwimmt durchs Wasser, oder erlaubt sich kleine Späße mit anderen Bewohnern. Eine tolle Methode, um auch schon Sechsjährigen das Spielen ermöglichen zu können. Besonders der Monstereditor eignet sich hierzu besonders gut. Aber dazu später mehr.

Man versucht nun möglichst viel DNA zu finden, oder paarungswillige Zellen aufzuspüren, um sich mit diesen zu paaren und sich weiterzuentwickeln. Mit dem Kreaturenbaukasten werden einem eine ganze Menge Möglichkeiten geboten, wie man seine Zelle erweitern will. Vieles ist möglich: Stachel, Schnelligkeit, Stärke, Größe oder Gift.

Auch Farben und Formen sind vollkommen in die eigene Hand gegeben worden. Jedoch sollte man sich nun entscheiden, ob man lieber ein Fleischfresser bleiben will, oder man doch lieber zu den Vegetariern übergehen möchte- noch kann man wechseln.

Ebenso variabel ist, dass man sich noch aussuchen kann, ob man lieber aktiv, oder passiv spielt.

Auch wenn Spore momentan in der Anfangsphase noch eher einem einfachen Minigame gleicht, so wird sich das noch früh genug ändern.

 

11 Denn schon hier, in der zweiten Phase, wird es schon etwas komplexer. Namentlich wird die zweite Phase „Kreaturenphase" genannt. Langsam, nach viel, viel Fressen erlangt man die erste Art eines Bewusstseins. Außerdem entwickelt man einen Drang an Land zu kommen, denn wer hat nach Jahrhunderten im Wasser nicht langsam mal die Nase voll vom kalten Nass? An dieser Stelle zumindest ist hier Schluss mit Wasser. Man betritt zum ersten Mal das trockene Land. Aber nicht nur das verändert sich, auch der Kreaturenbaukasten mausert sich zu einem gewaltigen Baukasten mit Knochen, Weichteilen wie Augen und diversen anderen Gliedmaßen. Mit denen kann man sich nun nach und nach strecken und somit wachsen. Außerdem kann man sich mit Sinnesorganen ausstatten wie es einem beliebt. Zwei Augen sind langweilig? Na dann nehme man doch einfach nur eins, oder drei, vier, oder noch mehr! Oder wie sieht es mit Nasen aus? Eine ist zu wenig, dann nimmt man eben zwei. Wie ihr seht, eurer Phantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt! Somit kann man sich Kreaturen erschaffen, die die Welt noch nie gesehen hat- und wahrscheinlich nie sehen wird. Jedoch ist diese Art von Veränderungen auch nur möglich, wenn zuvor eine paarungswillige Artgenossin gefunden wurde.

Es macht eine Menge Spaß sich an dem Baukasten vollkommen kreativ auszulassen und immer wieder neue Kreaturen zu erstellen. Leider erkennt man jedoch nicht, welches von den Gliedmaßen man schon besitzt, was schade ist und auch leicht irritiert, da die riesige Auswahl hier eher negativ ist.

Die Kulisse in der zweiten Stufe hält sich einigermaßen in Grenzen, da es noch sehr früh in der Evolution ist und die Natur ausschließlich aus Erde, Wasser und ein bisschen Grünzeug wie kleinen Bäumen, oder Sträuchern besteht. Auf große Details, oder Feinheiten wurde hier jedoch verzichtet. Somit gibt es nur Tag und Nacht wechsel, Wasserspiegelungen und Windbeeinflussungen, was jedoch nicht weiter schlimm ist, da es dennoch sehr ansehnlich ist.13

Ein Nest steht hier als Futter- und Verbündetensuche zur Verfügung.

 

Kommen wir nun aber nochmal dazu, wie sich diverse Wahlen zu Beginn auf das weitere Geschehen auswirken. So ist es ein deutlicher Unterschied, ob man als Pflanzenfresser den festen Boden erreicht, oder als Fleischfresser bzw. Allesfresser. Charakterlich werden diese drei Gruppen in sozial, angepasst, oder Räuber eingeteilt.

Wie die Gruppen nun fast schon verraten, verhält man sich als Tier einer Gruppe auch komplett anders, als eines der anderen Gruppe. Pflanzenfresser müssen sich als erstes um einen geeigneten Schutz vor Fressfeinden bemühen, wer jedoch ein Fleischfresser, also ein Räuber ist, der muss zusehen, dass er möglichst schnell an Nahrung kommt um zu überleben. In dieser Perspektive wird einem aber auch erstmal klar, wie klein und hilflos man gegen so manch anderen, schon weiter entwickelten Organismus ist.

In dieser Phase des Spiels ist es die Aufgabe, entweder sich mit anderen Spezies zu verbünden, oder versuchen sämtliche Gegner auszurotten.

Hier kommt die versprochene Komplexität zustande, von der ich oben schon einmal gesprochen habe. Hier gilt allein das Motto: „Viele Wege führen nach Rom". Man hat die Auswahl zwischen den verschiedensten Wegen, friedlich, böse, oder halb und halb. Interessant wird es, wenn man auf Kreaturen mit höherem Level stößt. Diese gilt es dann mit dem selben Können zu überzeugen, wie sie es auch besitzen.15

Hat man es geschafft die Kreatur zu überzeugen provitiert einerseits der eigene Baukasten, als auch das neue Bündnis, das dadurch eingegangen wird. Real wird es dann wenn die Pflanzenfresser sich zusammen tun und gemeinsam gegen die Fleischfresser vorgehen. Hier wurde das biologische Verhalten der Tiere genau getroffen. Bei solchen Angriffen wehrt man sich nun mit den Attacken, die man zuvor oben erlernt hat.

 

Nun steigt man in die dritte Stufe auf, die sogenannte Stammesphase. Hier wird einem ein primitives Stammleben präsentiert in dem man sich mit seinen Verbündeten zurechtfinden, wachsen und weiterentwickeln muss. Leider lässt in dieser Phase die Tiefe des Spiels irgendwie zu wünschen übrig. Zwar baut sich hier nach und nach das eigentliche Echtzeit Spiel auf, jedoch gibt es nun nur noch sehr wenige Auswahlmöglichkeiten, was den Platz des Lagers, oder die körperlichen Veränderungen angeht. Allgemein hat das Spiel unserer Meinung nach hier den Punkt wo es seinen Reiz nach und nach verliert, da es ab diesem Zeitpunkt eigentlich nur noch darum geht, sich eine Siedlung und später eine Stadt aufzubauen und es dann dabei bleibt. Aber nun erst einmal weiter in der Phase drei. Neu sind hier die Werkzeuge, Waffen und Gebäude, jedoch können die nicht über die deutlichen Mängel hinwegtäuschen.

Was noch gut ist, dass man hier zum ersten Mal sieht, wie ehemalige Verbündetet im Niveau hängen bleiben und nun nicht mehr mithalten können. Auch hier ist das Ziel wieder, dass man entweder Bündnisse eingehen muss, oder durch Krieg alle anderen Stämme zerstört werden müssen, damit man der Einzige ist. Leider sind die Kämpfe nicht sehr eindrucksvoll, sondern wirken eher primitiv und einfach. Es werden keine hochkomplexen, physikalischen Meisterleistungen präsentiert, sondern alles beläuft sich auf einfache Nah- und Fernkämpfe. In der friedlichen Version muss man dagegen eher mit musikalischen Meisterleistungen glänzen.

Danach wird einem wiederrum ein Stil zugeteilt. Zur Verfügung stehen „Aggressiv", „Arbeitssam" (Was auch immer das Wort bedeuten mag, da sogar unser Rechtschreibprogramm versagte) und „Freundlich".

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In der Zivilisationsphase, der vierten von fünf Phasen kommen nur noch Tätigkeiten wie Handel, oder Religion hinzu, ansonsten bietet es nicht viel neues, außer dass hier der Baukasten nochmal versucht aufzutrumpfen, wobei dieser bei der Komplexität die er inzwischen erreicht fast schon anstrengend ist, da man wirklich alles- bis ins kleinste Detail- selbst gestalten muss. Rein körperlich kann man sich nun aber gar nicht mehr verändern.

Viel mehr kann, oder wollen wir zu dieser Phase auch gar nicht mehr sagen, da sich nicht mehr viel verändert, außer dass alles noch weiter wächst und sich zivilisiert.

 

Kommen wir nun lieber zu Stufe 5, der Weltraumphase. Hier öffnet sich einem ein riesiges Universum, in dem man sich erst mal zurecht finden muss. Jedoch kommt man dem System sehr leicht auf die Schliche und ab diesem Teil...naja ebenfalls nicht viel mehr Besonderes.

Außer, dass sich das Ziel ändert, was das Ganze doch wieder interessant macht: Man bekommt den Auftrag, ein uraltes Artefakt zu bergen, was einem nochmal eine gewisse Motivation schenkt. Leider erinnern die Planeten etwas zu stark an die Weltraumumgebung von Mario Galaxie. Richtig gut dagegen sind die Erforschungsmöglichkeiten: Man klickt zum Beispiel eine Pflanze an und sofort erscheint ein extra Fenster mit allen Wissenswerten Infos und einem Bild.

Hauptziel dieser letzten Phase ist es jedoch bis ins Innere des Universums vorzudringen. Um das zu schaffen muss man versuchen den Weltraum zu kolonisieren. Wieder geht es darum möglichst zu wachsen und stärker zu werden- wie eigentlich schon im ganzen Spiel.

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Nun kommen wir aber zu Grafik, die im Spiel wirklich nicht schlecht geworden ist. Es wurde sehr auf knall bunte Farben, ein lustiges Ambiente und sehr viele und auch auf kleine Details geachtet. Außerdem wurde darauf geachtet, dass die Zellen und die weiteren Kreaturen- soweit diese existieren- ihren realen Artgenossen sehr ähnlich sehen, was positiv auffällt und das Spiel der Realität näher bringt.

Auch die Umwelt wurde ganz gut umgesetzt, wenn auch auf einem mittelmäßigem Niveau. Die Wetter- und Tageszeitenwechsel sind gut gelungen und auch die Pflanzen wurden sehr detailliert und nett dargestellt.

Leider müssen wir beim Sound ein paar Abstriche machen, da wir etwas mehr Kreativität erwartet hätten und die Melodien so etwas eintönig sind.

Einfache Melodien, mit wenig Abwechslung, die nicht für eine große Motivation sorgen können, was sehr schade ist.

 

Das Game-Play ist ganz gut, allerdings wird das Spiel besonders kleineren Kindern im Alter zwischen 6 und 10 Jahren besonders gut gefallen, da es für Größere etwas zu einfach ist und die Struktur etwas eintönig ist, da sich die einzelnen Phasen ca. ab der Hälfte immer ähnlicher werden und nur wenig Neues kommt. Besonders negativ ist uns jedoch etwas anderes aufgefallen: Der vermutete Multiplayer, auf den sich alle bei uns gefreut haben, existierte gar nicht, dabei wäre Spore das perfekte Spiel für einen solchen gewesen. Sehr schade...

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Tja und nun? Man hat es geschafft sich viele mehr, oder weniger gute Kolonien aufzubauen und überwacht eigentlich nur noch, ob es den Kolonien gut geht und sie zufrieden leben. Hier endet das Spiel, das leider keinerlei Wiederspielwert hat...

 

Fazit: An sich ist das Spiel recht schön und auch relativ komplex, jedoch hapert es auf dessen Kosten an Tiefe und besonderen Details die das Spiel noch viel interessanter machen würden (z.B. bei den Kämpfen, in den Unterschieden der  Aufgaben o.ä.). Dagegen kann man in diesem Spiel sehr viel lernen und immer wieder auf neue versuchen sich eine halbwegs anständige Infrastruktur aufzubauen. Mehr beinhaltet  das Spiel leider nicht, weshalb wir denken, dass es eher für kleinere Kinder geeignet ist.

 


 pro  contra

-         Grafik

-         Viele Freiheiten in der Gestaltung

-         Biologisch oft realitätsnah

-         Kreativität am Anfang

 

 

-         Sound

-         Fehlender Multiplayer

-         Kein Wiederspielwert

-         Auf die Dauer langweilig              

 

  77 % 
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