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Schnappschuss
BigBrain AcWii_12

postheadericon Watchmen – The End is Nigh

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Nach der großartigen Comic Verfilmung Watchmens von Warner Bros, kommt nun auch das dazugehörige Computer Spiel auf den Markt. Mit Watchmen - The End is Nigh wird mal wieder ein Kinofilm auf den Videospielmarkt portiert. Ob dies besser gelungen ist, als bei so vielen Kinoverfilmungen, werden wir im nachfolgenden Test klären.

 
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Um es erstmal klarzustellen, das Spiel handelt nicht von der Story, um die es sich im Film dreht, sondern die Story handelt 10 Jahre zuvor.

 

10Der Spieler kann sich am Anfang entscheiden, in die Rolle von Rorschach oder Night Owl zu schlüpfen und sich durch ein fiktives New York zu prügeln. Dabei muss man direkt sagen, dass es sich bei diesem Spiel um ein Beat'em Up handelt und somit steht das Prügeln wirklich im Vordergrund. Das Prügeln wird zwischendurch jedoch durch neue Schlag Kombination und Spezials aufgelockert. Darauf gehen wir aber später noch genauer ein.

 

Jetzt wollen wir aber noch kurz auf die Story eingehen, denn auch in einem Beat'em Up gibt es eine Story...wirklich...sie steht zwar nicht sonderlich im Vordergrund, aber sie ist da...

 

Die Story wird mit kleinen Comic Strips erzählt. Dabei wird man am Anfang darüber in Kenntnis gesetzt, dass der Verbrecher „Underboss" aus dem Gefängnis geflohen ist und man sich als Superheld auf die Suche nach dem Bösewicht macht. Dabei muss man noch zur Vervollständigung sagen, dass es sich bei den „Watchmen" nicht um Superhelden im eigentlichen Sinne handelt, sondern um ganz normale Menschen, die sich aus verschiedenen Gründen auf die Verbrecherjagt gemacht haben. Dies bedingt, dass es tiefe Hintergründe und vielseitige Charakterzüge gibt, diese fehlen im Spiel jedoch komplett. Dafür kann man aber super seine Aggressionen bei den Prügelaktionen herauslassen, denn man folgt eigentlich kaum einer Story. Man bewegt sich eigentlich eher in einem fiktiven New York der 70 er Jahre und begegnet an jeder Ecke Menschen, die einem wirklich nicht wohlgesonnen sind. Diesen begegnet man dann auf die gute alte Art, nämlich mit den Fäusten. Dabei geht man Linear von Punkt zu Punkt. Dies bedeutet, dass wenn man durch eine Tür geht und dort 35 Gegner warten, zuerst jeden Einzelnen kurz und klein hauen muss, bis sich die nächste Tür etc. öffnet und man weiter kommt. Dies ermüdet den Spieler zunehmend. Es ist eigentlich wirklich gut, wenn man sich geärgert hat und irgendetwas zum kompensieren sucht, ansonsten fühlt man nach einiger Zeit, dass einfach nichts Neues mehr kommt und es wird leicht eintönig.

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Lichtmomente erlebt man nur, wenn man auf die schönen Licht und Wassereffekte trifft. Diese sind wirklich schön in Szene gesetzt und lassen in das Auge des Spielers ein Strahlen erscheinen. Leider ist dies aber nicht sehr konsequent durchgesetzt worden, denn beim Level Design ist sehr spartanisch gearbeitet worden und man merkt, dass eigentlich fast jede Umgebung der anderen gleicht, bzw. sich verschiedene Umgebungen immer wieder wiederholen.

 

Die Steuerung von Watchmen ist denkbar einfach. Mann kann Standartmäßig mit W, A, S, D in die verschiedenen Richtungen laufen und mit Q, E spezielle Attacken ausführen. Mit F kann man Sachen aufheben und mit der linken und rechten Maustaste entweder schnell (linke Maustaste) und schwach oder stark und langsam (rechte Maustaste) schlagen. Mit der Mitteltaste ist es möglich, Menschen einfach einmal durch die Gegend zu werfen. Dies schadet dem Gegner zwar nicht sonderlich, jedoch macht es schon Spaß, durch eine Masse von Gegnern verschiedene andere Leute zu werfen. Wer auch einmal kontern möchte, kann dies mit der Leertaste tun. Besonders schön sind die „Finisher" Moves gelungen. Dies bedeutet, dass ein Gegner schon ziemlich oft getroffen wurde und nun eine der verschiedenen Tasten gedrückt werden muss, damit der Watchmen, den Gegner mit dem nächsten Schlag sozusagen zu Brei schlägt. Dies ist meistens sehr blutig und sieht auch sehr schmerzhaft aus und man kann sich kaum vorstellen, dass die anderen Gegner davon nicht beeindruckt sind, jedoch ist dies wenigstens eine kleine Auflockerung in der schnöden Prügel Umgebung.

 

Wer die Möglichkeit hat, sollte ggf. ein Gamepad benutzen. Dies ist bei der PS3 Version sehr gut einzusetzen und es ist auch einfacheres Button Smashing möglich. Ansonsten sind die Unterschiede in der PS3 Version nicht sehr präkierend. Die Grafik ist sich sehr ähnlich und man merkt kaum einen Unterschied.

 

1Wie wir oben schon geschrieben haben, dreht sich das Spiel eigentlich nur ums Schlagen und sich durch die Horden von Gegnern durchzukämpfen. Für manche Leute ist dies jedoch sehr gut, denn man kann wirklich jede Attacke und jeden Konter X-Mal probieren und sozusagen zum Watchmen Meister werden. Damit es sich aber auch lohnt, immer weiter auf verschiedenste Leute einzuschlagen, gibt es eine Special-Leiste. Ist diese voll, wird man entweder bei Rorschach mit einer Berserker Einlage oder bei Night Owl mit fiesen Stromschlägen auf die Gegner beglückt. Mit beiden Attacken bekommt man in wenigen Sekunden eine Horde von verschiedensten Gegnern zur Strecke gebracht und braucht sich keine Sorgen mehr zu machen, dass diese noch einmal aufstehen. Dies macht zwischendrin auch noch sehr viel Spaß und bringt wenigstens etwas Abwechslung.

 

Wir wissen zwar noch nicht genau, wofür die Schalterrätsel eingebaut wurden, diese fügen aber nicht zur Abwechslung bei, denn diese sind so stupide aufgebaut, dass wirklich niemand rätseln muss. Wir machen mal ein Beispiel:

 

Wir sehen ein geschlossenes Tor und denken, was müssen wir hier wohl machen??? Hmm, oh da sind zwei Schalter, vielleicht braucht man eine Kombination? Wir ziehen einen Schalter und warten ein paar Sekunden...oh, da kommt unser Partner und zeiht den anderen Schalter ...Voilá, das Tor ist offen und was kommt??? Natürlich...20 Gegner zum vermöbeln ;=)

So läuft das ungefähr immer ab und wir denken uns, es hätte einen doch etwas mehr herausfordern können.

 

3Damit man weiß, mit wem man sich dort durch die Welt prügelt, stellen wir nun auch noch mal kurz die Charaktere vor:

 

Rorschach ist ein ehemaliger Polizist, der enttäuscht von der Welt ist und dies mit den Fäusten an seinen Kontrahenten auslässt. Sein Spitzname Rorschach kommt von den Masken, die er trägt. Auf denen ist immer ein Rorschach-Muster zu erkennen, jene Bilder, die manche Psychologen benutzen, um etwas über die Persönlichkeit des Betrachters herauszufinden. Mit Rorschach kann man auch zu verschiedenen Gegenständen wie Flaschen etc. greifen und somit den Gegnern noch triftig einen zu verpassen. Selbst ganze Gruppen von Gangstern gehen somit in wenigen Sekunden zu Boden.

Etwas filigraner ist Roschachs Kumpel, Night Owl. Der zweite Held, der zur Auswahl steht, er ist ein Meister der asiatischen Kampfkünste. Hmm, Night Owl hat ein Fledermauskostüm an und ist ein Meister der asiatischen Kampfkünste. Momentmal, wer jetzt denkt, da gab es doch einen Helden, der erinnert sich gar nicht mal so schlecht. Night Owl ähnelt nämlich sehr der anderen Fledermaus, Batman. Denn genau wie die andere Fledermaus setzt auch er technische Spielereien aller Art zu seinem Vorteil ein. Dadurch dass dieser Held aber mehr Finessen bringt, kann er natürlich auch nicht so gut prügeln und braucht länger um die Gegner niederzustrecken. Wer jetzt aber denkt, man hat doch immer einen Kumpel dabei der hilft, der hat grundlegen Recht. Dieser ist jedoch so lahm und meistens auch dumm, dass man auf die Hilfe nicht setzen kann und meist kurz vorm Sterben ist, bis sich der gnädige Herr bewegt einem zu helfen.

 

12Der Sound in Watchmen ist nicht gut aber auch nicht schlecht. Es ist gesundes Mittelmaß und man fühlt sich eigentlich nicht sonderlich gestört von den verschiedenen Sounduntermalungen. Wenn Gegner kommen, wird der Soundtrack etwas hektischer und man merkt, dass man nun die Fäuste fliegen lassen muss.

 

Fazit:

Watchmen ist ein lustiges Beat'em Up und man kann wirklich super angestauten Frust herauslassen. Wer also nicht zu viel Story und ein ausgewogenes Spiel erwartet, der kann hier gerne zugreifen. Wer keine leichten Rätsel und große Gegnerhorden mag, der sollte sich ernsthaft überlegen, ob die Watchmen ihm soviel wert sind, dass man sich dieses Spiel kaufen will.

 

 

 


 pro  contra

-Schöne grafische Effekte

-Super um Aggressionen abzureagieren

 

 

 

 

 

 

 

-Immer gleiche Umgebungen                  

-Dumme KI

-Verwässerte Story

-Gegner sehen alle gleich aus  

 

  71 % 
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