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Schnappschuss
New Super Mario Bros_16

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FEAR2 PC Packshot

Wer kennt nicht den Ego Shooter F.E.A.R? Dieser hat vor fast vier Jahren das Genre der „Horror Ego Shooter" neu erfunden und den Spieler tief in seinen Bann gezogen. Noch nie zuvor gab es solche Schock-Effekte die wirklich an gute Horrorfilme heranreichen. Nun, nach zwei eher schwächeren Addons, kommt die Fortsetzung...F.E.A.R. 2 Projekt Origin. Ob dieses Spiel an seinen großen Vorgänger anknöpfen kann, prüfen wir im nachfolgenden Test.

FEAR2 PC Packshot
 

Die Story von F.E.A.R. 2 ist eigentlich schnell erzählt. Sie sind Michael Becket und kämpfen für die gute, alt bekannte Spezialeinheit. Sie und ihr Team bekommen am Anfang den Auftrag die Anführerin von Armacham in Schutzhaft zu nehmen und müssen dafür ein Bürogebäude stürmen. Das klingt jetzt sehr einfach und nach einem schnell erledigten Job, aber als man den Pförtner mit Einschüssen im Kopf in seinem Büro auffindet, schwant einem schon Übles. Es wird auch einfach nicht besser, denn beim Rufen des Fahrstuhls wird einer der eigenen Kollegen von einem netten Kugelhagel begrüßt. Darüber hinaus hat man plötzlich Visionen einer brennenden Stadt und einem kleinen Kind in einem roten Kleid...wem kommt das nicht bekannt vor? Richtig, Eima...Äh ich meinte...Alma kommt wieder.

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Jetzt denkt ihr „O.K...das klingt wie eine gelungene Vorsetzung von F.E.A.R., da muss ich aber leider sagen weit gefehlt...denn F.E.A.R. 2 ist zwar ein Shooter, aber bestimmt kein Horror Shooter. Es kommt einfach viel zu oft zu Einblendungen bzw. es hängt an jeder Ecke Blut und man erschreckt sich einfach nicht mehr richtig. Die Halluzinationen sind zwar wirklich sehr gut gelungen, jedoch ist durch die Häufigkeit einfach nicht angemessen und es ist nichts Neues. Dies resultiert dazu, dass man nicht wie im Vorgänger Teil zusammenzuckt, sondern eher ein müdes Lächeln auf das Gesicht gezaubert bekommt. Darüber hinaus ist es total vorhersehbar, aus welcher Ecke die Gegner kommen werden und was in der nächsten Situation passieren wird. Hat man einen Gegner fertig gemacht, so kennt man das Schema und arbeitet sich nach Diesem durch alle kompletten Level. Leider führt das dazu, dass man einfach keinen erhöhten Herzschlag mehr bekommt, sondern sich eher fragt, wie man am besten wach bleibt und wie lange die Cola Vorräte noch reichen. Das soll jetzt nicht heißen, dass das Spiel total langweilig ist, denn es handelt sich hierbei um einen soliden Shooter. Ich muss nur leider sagen, dass man mit einer riesigen Waffe in seiner Hand einfach keine Angst mehr vor kleinen bösen Gegnern hat, da man diese in wenigen Sekunden pulverisieren kann.

 

Jetzt wollen wir aber nicht immer weiter auf dem Spiel herumhacken, denn es hat auch sehr gute Momente. So sind z. B. die Levels deutlich aufgemöbelt worden und man befindet sich nicht immer in dunklen und muffigen Büros. Der Spieler wird endlich auf die Straße gelassen und auch wenn die Level sich nicht immer unterscheiden, so ist doch alles detailreicher geworden und man fühlt sich schon ein wenig wohler und fragt sich nicht immer weiter ob man nicht schon an dieser Ecke gewesen ist. Ein Problem besteht aber weiterhin, denn es ist wirklich alles total linear und gescriptet. Das führt dazu, dass der Wiederspielwert eigentlich kaum gegeben ist, da man immer schon weiß was passieren wird (und das noch mehr als normalerweise). So kann man in F.E.A.R. 2 eigentlich immer davon ausgehen, dass ein Aufzug den man betritt grundsätzlich abstürzt oder Gegner auftauchen...

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Das Problem ist einfach nur, dass man ca. 11 Stunden, die man mit dem Spiel beschäftigt ist, mit diesen Inhalten nicht immer Sinnvoll gefüllt bekommt und man sich einfach wundert, wie viele Büros man komplett mit Blut tapezieren kann. Es müssen schon Horden von Angestellten eingeflogen und dann bis auf den letzten Tropfen Blut ausgequetscht worden sein, da man sonst wirklich keine kompletten Bürokomplexe so wunderschön rot hinbekommt.

 

Trotzdem gibt es Highlights, so sind einige Animationen wirklich super gut gelungen und es macht Spaß diese anzuschauen. Es ist wirklich alles sehr gut in Szene gesetzt worden. Leider ist die Grafik immer noch nicht up to date, da es einem wie eine Counter Strike Source Optik vorkommt, die schon seit einiger Zeit nicht mehr als wunderschön bezeichnet werden kann. Hier wäre es schöner gewesen einfach mehr Wert auf die Optik zu legen und somit dem Spiel noch mehr Tiefe zu geben. Darüber hinaus sind tolle Features wie das verzerren bei der Zeitlupen Funktion nicht mehr vorhanden und es wird eigentlich alles nur ein wenig langsamer. Es kommt auch zu keinem Blut mehr, wenn man die Gegner erschießt bzw. den Toten den Rest geben will. Dies hat aber wohl eher etwas mit der beschnittenen Deutschen Version zu tun. Sehr schön sind noch die Licht und Schatteneffekte sowie die Explosionen. Dadurch wird das ganze Spiel optisch doch noch sehr aufgewertet. Was auch schön anzusehen ist, sind noch die rauchenden Effekte, wenn gerade etwas zerlegt wurde.

 

Zum Thema Tiefe haben früher die Spieler kritisiert, dass die Story nicht richtig und wenn überhaupt nur über Anrufbeantworter erzählt wurde. Hier wurde nun Abhilfe geschaffen und man findet sich weiter in das Projekt hinein. Es wird einem zwar immer noch nicht alles auf dem goldenen Teller präsentiert, jedoch wird man weit aus mehr in das Thema Project Origin eingeführt und spätestens nach der Grundschule bekommt das alles für den Spieler eine sehr beklemmende Note. Anstatt Anrufbeantworter muss der Spieler nun nach leuchtendem Info-Material die Augen offen halten. Hierauf befinden sich nun wichtige Informationen, die man aber leider nur als Textnachricht erhält. Leider ist der Proband immer noch sehr charakterlos und man weiß einfach nichts über den Charakter den man durch die Level jagt. Eins müssen wir unbedingt noch sagen, wer den Vorgänger nicht gespielt hat, wird kaum noch in die Story hineinfinden. Wer weiß sonst schon wer Alma oder Paxton Fettel ist...man muss wirklich in F.E.A.R. gut aufgepasst haben um nun zu wissen, womit man es hier zu tun hat.

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Nun möchten wir aber noch auf einige kleinere oder auch größere Veränderungen zu sprechen kommen. Wer kennt nicht die gute alte Zeitlupe...diese gibt es nämlich immer noch und macht das Spiel furchtbar einfach. Mit diesem schönen kleinen Features kann man einfach bedenkenlos Räume stürmen und die Gegner wie Zielscheiben abschießen. Diese bewegen sich, wie der Name schon sagt, nur noch in Zeitlupe und sind so sehr gnädige Headshot Opfer. Sogar die gute Gegner KI kann hier dran nichts ändern. Wir erinnern uns wohl alle, dass die KI in F.E.A.R. das Maß aller Dinge war und richtig gut taktiert bzw. flankiert hat. Heutzutage wird auch noch richtig flankiert und es wird auch noch die Deckung benutzt, aber leider haben die Gegner auch ihre Macken. So bringt die Gegner eine Granate seltsamerweise dazu nicht nach hinten weg, sondern dem Spieler genau vor die Flinte zu laufen. In Verbindung mit der Zeitlupe macht dies das Spiel sogar bei den höchsten Schwierigkeitsgraden zu keiner wirklichen Herausforderung.

 

Wir können aber stolz berichten, dass auch wenn das Spiel nicht wirklich schwer ist, wenigstens die Gegner-Vielfalt größer geworden ist. So kämpft man nun nicht nur gegen Klonsoldaten sondern auch gegen medizinische Experimente, Untote und Spinnen die überall herumkrabbeln. Sogar die guten alten Ninjas gibt es noch und Diese sind immer noch so nervig wie früher und fordern einen schnellen Zeigefinger.

Wie aber schon vorher erwähnt, kann man die Gegnerreihen mit den guten und sehr großen Waffen in wenigen Sekunden lichten. Wem das nicht reicht, der kann auch auf so nützliche Dinge wie Benzinkanister zurückgreifen und somit die Gegner zurück in die Hölle zu befördern.

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Wer aber einen ruhigen Abend haben will, der greift auf die Elite Power Armor zurück, denn bei dieser handelt es sich um einen tollen Mech. Dieser ist auch sehr schön bewaffnet. Der Spieler kann auf ein schnelles MG und eine Raketenwerferfunktion zurückgreifen. Mit dem MG mäht man sehr schnell auch größere Gegnerhorden nieder, muss aber aufpassen, dass dies nicht überhitzt. Bei dem Raketenwerfer kann sich wohl jeder ausmahlen was passiert, wenn diese auf das Ziel treffen...Krawumm...

 

Leider bekommt man diesen Mech nicht all zu oft und kann somit nur in wenigen Leveln auf diesen Spaß zurückgreifen. Die einzige Gefahr die man mit dieser Spaßmaschine hat, sind Raketenwerfer Gegner, denn diese können einen doch sehr schnell sehr dumm aussehen lassen. Wer diese aber mit erster Priorität abschießt, braucht sich keine ernsthafteren Gedanken zu machen.

 

Eine nette Abwechslung sind auch die Bossgegner. Meist handelt es sich hierbei um dicke Mechs oder viele heranstürmende Soldatenhorden. Ab und zu kommt es auch zu Kämpfen mit Einzelpersonen bei denen sich via Quick Time Reaction die Gegner abschütteln bzw. besiegen lassen. Das ist aber auch keine große Herausforderung und man kann mit wenigen Knopfdrücken alles bewältigen.

 

Sehr schön finden wir eigentlich auch den Deckungsmodus, denn man kann Tische etc. umwerfen um dahinter Deckung zu finden. Leider ist es hierbei nicht möglich zu feuern oder sich umzuschauen. Wäre dies noch eingebaut, wäre es ein wirklich tolles Feature, das aber durch die leichten Gegner eigentlich nicht wirklich gebraucht wird.

 

7Nun wollen wir aber auch mal eins der wichtigsten Punkte ansprechen, den Sound. Der Sound ist wirklich gut gelungen und besonders die Sprachausgabe gefällt. Was besonders gut gelungen ist, ist der Original Sprachsound. Dieser setzt noch ein Tüpfelchen auf die deutsche Version und kann jederzeit aktiviert werden. Der Soundtrack ist aber richtig fantastisch, denn die Effekte kommen richtig gut zur Geltung. Wenn Action abgeht, hopsen die Boxen sozusagen einmal durch den Raum und sorgen für die richtige Soundkulisse. Sehr schön sind auch die besonderen Effekte wie mal ein weiblicher Chor der einsetzt oder die Metal bzw. Industrial Klänge. Damit wird der Spieler soundtechnisch in die richtige Stimmung versetzt.

Die Steurung ist auf den PC sehr gut gelungen und man kann sehr leicht zielen und sich auf das Spiel einstellen. Bei der XBOX360 und PS3 Fassung ist dies aber nicht so einfach. Die Steuerung ist ein wenig wackelig und es ist sehr schwer genau zu zielen. Dies wird einem aber durch die Zeitlupenfunktion deutlich erleichtert und somit ist dies sogar ein Spielbarer Shooter für Konsolen. Wem das aber nicht reicht, der kann bei den Konsolenfassungen sogar eine Zielautomatik hinzu schalten, wodurch das Anvisieren wirklich zu einem Kinderspiel wird. Bei der Grafik hängt der PC die Konsolen bei weitem ab und man kann F.E.A.R. 2 hier am Besten genießen. Rein spieltechnisch sind PC und Konsolenfassungen komplett identisch und man muss nirgends auf etwas verzichten.


Der Multiplayer ist eigentlich nichts Besonderes. Es gibt eben alles was uns auch von anderen Multiplayern aus Shootern bekannt ist, nur dass leider auf viele schöne Modis verzichtet wurde, außer auf die, die mit der Zeitlupe zu tun hatten. Wer sich aber mit seinen Freunden eine Runde im guten CS Style abschießen will, der kann den Multiplayer Modus gerne nutzen.

 

Fazit:2

F.E.A.R. 2 Projekt Origin ist zwar kein wirkliches Horror Spiel jedoch ein solider Shooter. Es wurde einiges besser, jedoch auch einiges schlechter gemacht. Es wäre schön, wenn mehr auf die Community eingegangen worden wäre, denn dadurch wären einige Fehler vermieden worden. Wir können aber bezeugen, dass dieses Spiel sehr viel Spaß macht, man einfach nur nicht mit Schock Effekten rechnen sollte. Fans vom ersten Teil können hier gerne zugreifen um tiefer in die Story einzusteigen. Echte Horror Fans werden nicht sehr überzeugt werden, wohingegen Shooter Fans voll auf ihre Kosten kommen.  

 

 


 pro  contra

-Sehr guter Sound

-Spaßige neue Mech Touren

-Detailliertere Level

-Weiterführende Story

-Gute und Intelligente KI                           

 

 

 

 

 

 

-Es wird ein Steam Account benötigt

-Keine wirklichen Schwierigkeitsgrade

-Kaum Schock-Effekte

-Vorhersehbare Ereignisse

-Charakterloser Held  

 

  76 % 
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