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Schnappschuss
Etrian Odyssey_37

postheadericon Mass Effect 2

 

packshot pc

 

Ende 2007 wurde unsere Redaktion von Bioware mit einen Rollenspielspektakel der Extraklasse beglückt. Wie dessen Name lautete?...Mass Effect natürlich. Jeder Rollenspielfan würde diese Antwort nach wenigen Minuten nennen, denn unter XBOX 360 Fans gilt dieses Spiel in immer noch als eines der besten Titel auf der XBOX360. Nach nun langer Abstinenz ist Mass Effect 2 in unserer Redaktion eingetroffen und wir wollen im nachfolgenden Test klären, ob es sich um eine gelungene Fortsetzung oder doch nur um eine langweilige Kopie handelt.


 
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Jeder der sich noch an Mass Effect erinnert, wird auch noch den Namen Shepard kennen...Commander Shepard. Er war der Hauptprotagonist im ersten Teil und hat mit uns zusammen gegen die üblen 1Machenschaften des Turianers Saren gekämpft und damit die Welt gerettet. Leider wussten wir nicht, wie es mit unserem Commander nach diesen Kämpfen weiter gegangen ist...bis heute. Denn wie die meisten schon in Trailern gesehen oder in Previews gelesen haben, stirbt Shepard zu Beginn des zweiten Teils. Das bedeutet natürlich nicht, dass das Spiel sofort vorbei ist, sondern gibt dem Spieler die Möglichkeit andere Fähigkeiten kennen lernen zu lassen und unseren Commander von seinem ehemaligen Bekannten, der Organisation Cerberus, zurück ins Leben bringen zu lassen. Nach seiner Erweckung stellt man erstmals fest, dass man in diesem Labor schon einmal gewesen ist muss sich jedoch gleich gegen Horden von gegnerischen Robotern kämpfen. Im Anschluss an diesem Kampf wird man nach einigen Fragen in eine neue Station geflogen, in der man den "Unbekannten" trifft. Dieser ist der Anführer der Organisation und nach einigem hin und her, schließt man sich diesen gegen eine neue Bedrohung an. Bei dieser handelt es sich um die Kollektoren. Diese entführen Menschen aus allen Kolonien und bringen diese auf die andere Seite eines Portals. Was da aber genau hinter steckt, soll besser jeder selbst herausfinden, denn es muss immerhin noch etwas zum erforschen bleiben.

 

Was uns in Mass Effect 2 sofort positiv aufgefallen ist, sind die Importfunktionen der Speicherstände aus Mass Effect 1. Das haben wir bisher noch nie so gesehen. Es werden zwar nicht alle Attribute übernommen, jedoch viele Vorzüge. Wenn man z. B. im ersten Teil viel Geld hatte, so startet man mit einem hohen Startkapital. Genauso verhält es sich auch mit einem Charakter der vorher viel Erfahrung etc. gesammelt hat. Wir finden das eine sehr gelungene Verbindung des ersten Teils mit der Fortsetzung und uns hat es sogar dazu gebracht, den ersten Teil erneut zu meistern und wir waren somit wieder von Anfang an in der Story gefestigt.

 

Wer jetzt aber denkt: "cool, dann ist Mass Effect 2 bestimmt genau wie der Vorgänger", der wird schnell eines Besseren belehrt. Das komplette Rollenspielsystem wurde nämlich abgewandelt und man skillt nun nicht mehr soviel. Es wurden generell die Prioritäten neu verteilt. In Mass Effect 2 geht es mehr ums 2Schießen als ums Reden und so gleicht das Spiel schnell einem guten Shooter. Dabei kann man hinter vielen Gegenständen in Deckung gehen und von da aus den Gegner direkt angreifen. Mit verschiedenen Tastenkombinationen kann man auch sehr schnell seine Waffe wechseln oder in den Pause - Modus wechseln. Besonders Letzteres wirkt sich in einer Schlacht sehr positiv aus, denn man kann sich sehr schnell einen Überblick über seine Gegner verschaffen und hat dennoch genug Zeit, den nächsten Schritt richtig zu planen. Dabei kann man auch seinen Teamkameraden die Waffenwahl und die Angriffsziele befehlen. Natürlich gehören zu der Waffenwahl auch die Spezialattacken und Munitionen, wodurch man mit seinem Team wirklich taktisch agieren kann. Wer aber denkt, man müsste wie im Vorgängerteil immer noch auf seine Lebensenergie - Leiste aufpassen und vorsichtig sein nicht getroffen zu werden, der irrt sich. In Mass Effect 2 ist Shepard genau wie sein Kollege aus Halo 3 mit einem Energieschild geschützt. Dieses lädt sich nach einer kurzen Zeit ohne Beschuss von selbst wieder auf und die Lebensenergie bleibt praktisch immer unberührt. Wer aber immer noch sein Medigel einsetzen will, der kann dies bei seinen Teamkollegen tun. Diese fallen nämlich des Öfteren und können nur mit diesem Gel zurück ins Leben gerufen werden.

 

Nun wollen wir aber auf die eben erwähnten Spezialfähigkeiten zu sprechen kommen. Diese werden nicht wie sonst üblich durch Aufleveln einzelner Charakterwerte erworben. Vielmehr bekommt man für jeden Levelaufstieg Gruppenpunkte. Diese kann man dann auf verschiedene Spezialfähigkeiten 3verteilen, die in bis zu vier Stufen aufgelevelt werden können. Bei der letzten Stufe gibt es eine Besonderheit, denn man hat dann die Wahl, ob man z. B. eine Spezialmunition in schwacher vor an alle Teammitglieder gibt oder ob man doch als Einzelkämpfer alleine eine mächtigere Munition erhält. Die besondere, vierte Fähigkeit der Teammitglieder ist mehr oder weniger Vertrauensbasierend. Wenn kein Vertrauen in Shepard vorhanden ist, kann diese Fähigkeit nicht ausgewählt werden. Das Vertrauen erhält man durch verschiedene persönliche Missionen. In diesen bekommt man auch die Hintergrundgeschichte des Teammitglieds erzählt und ist somit viel persönlicher mit seinem Team verbunden.

Man hat jedoch nicht nur Spezialmunition, sondern kann sich auch die Waffen dazu upgraden und damit die Gegner in Schach halten. Um die Waffen upzudaten findet man in verschiedenen Missionen Informationen zu Waffen und kann damit Verbesserungen entwickeln. Leider ist es aber nun nicht mehr möglich die Waffen bzw. Gegenstände von Gegnern aufzuheben. Dies ist aber eigentlich kein großes Verlust und beeinflusst den Spielspaß kaum.

 

Es gibt auch eine weitere große Neuerung. Es gibt nämlich keine Touren mit den Macro Fahrzeugen mehr, die in Mass Effect eigentlich nur für Lückenfüller zwischen verschiedenen Missionen getaugt haben. Um Rohstoffe zu sammeln wird in Mass Effect 2 eher ein Weltraumscan den Touren vorgezogen 4und man entsendet eher mal eine Sonde als selbst auf dem Planet zu laden. Mitunter findet man natürlich einige Anomalien, die einen Teameinsatz vonnöten machen und somit eine kleine Mission bedingen und für Abwechslung sorgen. Immerhin sind nun die Leveldesigner etwas gefordert worden und haben im Gegensatz zum Vorgängerteil ihre Hausaufgaben gemacht und für viele schöne und verschiedene Level gesorgt. Was uns auch sehr gut gefallen hat sind die verschiedenen "Hack" Elemente. Man muss z. B. bei verschiedenen Computer die richtigen Texte abgleichen die oben angezeigt werden und dann durch das Bild laufen und darf dabei nicht auf den Sicherheitscodes landen oder muss Schaltkreise kurzschließen. Dies macht sehr viel Spaß und wird regelmäßig mit vielen Credits belohnt.

Eine schöne Besonderheit wird einem bei Mass Effect 2 auch geboten, so kann man sich mit Hilfe des im Spiel beiliegenden DLC-Codes in das Cerberus Netzwerk einklinken. Durch die Aktivierung des Codes bekommt man Zugang zu verschiedenen Contents im Internet. Dabei handelt es sich um z. B. neue Teammates oder Level. Man sollte nur immer darauf achten, dass nie das Kabel der XBOX gezogen oder der Router vom Internet getrennt wird. Dies führ nämlich unweigerlich dazu, dass man im Spiel auf das Startmenü zurück kommt und man keinerlei Zugriff mehr auf die Daten vom Cerberus Netzwerk hat.

 

5Ein wirklich sehr gut gelungener Punkt in Mass Effect 2 ist die aufbereitete Grafik. Es ist kaum noch etwas von dem ein wenig in die Jahre gekommenen Touch des ersten Teils zu erkennen und besonders die Video Sequenzen sind wunderbar gerändert. Wie auch schon oben erwähnt sind auch die Level endlich aufwendiger Designt und bieten auch ein wenig Abwechslung. Besonders schön anzuschauen sind die Explosionen. Leider mussten wir aber auch einige sehr harte Schatten und seltsame Texturen entdecken. Das wird aber durch die mehr als unglaubliche Sifi Atmosphäre schnell wieder wett gemacht. Besonders gut hat uns auch die Beleuchtung in den Innenträumen gefallen. Dies steigert noch den besonderen Touch in den verschiedenen Leveln und saugt einen tiefer in den Bann. Das gilt auch für die verstärkt Detailreichen Charakter und Mimiken. Man sieht einfach viel mehr Details als im Vorgänger und freut sich richtig die verschiedenen Rassen kennen zu lernen.

 

Die Steuerung ist in Mass Effect 2 eigentlich sehr gut und intuitiv gelungen. Bei der XBOX 360 werden die Bewegungen mit dem Linkten Tricker (LT) durchgeführt und die Kamera sowie die Richtung und das 6Steuerkreuz vom rechten Tricker (RT) übernommen. Mit dem Steuerkreuz steuert man sein Team. Je nachdem in welche Richtung man klickt, befiehlt man entweder einem oder allen Teammitgliedern wohin sie laufen sollen. Die oberen Schultertasten RB und LB werden für die Spezialfähigkeiten verwendet bzw. man öffnet mit diesen das Menü. Im Menü kann man dann mit LT die passenden Fähigkeiten aussuchen. Die hinteren Schultertasten sind für die Waffensteuerung gedacht. Mit RT schießt und mit LT zielt man.
Dies sind im großen und ganzen auch die aus anderen Shootern bekannten Tasten und man kommt in wenigen Minuten ins Spiel. Das Problem ist einfach nur das Zielen. Dies ist aber für geübte XBOX Spieler eigentlich kein Problem. Die Storyelemente werden übrigens auch durch das auswählen mit dem LT und durch die Bestätigung mit einer Taste gesteuert und man kann somit auch schnell in einem Gespräch die passenden Antworten auswählen.

 

Der Sound in Mass Effect 2 wurde wirklich gut abgestimmt. In den Videos kommt es zu einer 7leicht klassischen Untermalung die sich perfekt in die Erzählungen integriert und nicht störend auffällt. Eine leichte musikalische Untermalung kommt auch in den Missionen vor. Dies dauert bis zu einem größeren Kampf an, die durch rockige Einlagen angekündigt werden.
Eine Schwachstelle im Spiel ist die Synchronisation. Diese ist leider nicht sonderlich gut gelungen und man fragt sich wirklich ob schon einmal etwas von Lippensynchron gehört wurde. Es hätte aber auch noch schlimmer kommen können, jedoch sollte EA beim nächsten Mal versuchen charismatischere Sprecher für die hochklassigen Titel zu gewinnen.

 

Fazit: Mass Effect 2 ist eine wirkliche gelungene Fortsetzung die dadurch besticht einiges anders, aber nicht unbedingt schlechter zu machen. Man lernt viele altbekannte Freunde aber auch einiges neues kennen. Insgesamt können wir nur sagen, es ist eine gelungene Mischung mit vielen neuen Stilelementen, die aber irgendwie dem Spiel einen coolen und innovativen neuen Touch geben. Wir können dieses Spiel wirklich nur weiter empfehlen, denn es bietet viel Spielspaß in einer Abwechslungsreichen Sifi Umgebung.

 

 

 

 

 pro  contra

-Grafik

-Sound

-viele Neuerungen

-mögliches Einlinken ins Cerberus                    Netzwerk

-Importfuktion                                                          

 

 

 

-keine Nutzung von Waffen der Gegner

-Drastische Folgen beim Trennen vom Internet beim Cerberus Netzwerk

-Sychronisation

 
                        

 

 

 

 

  88 % 
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