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Schnappschuss
Expertgamer_781

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 Company of Heroes

Frankreich 6 Juni 1944, eine gemeinsame Operation der Alliierten mit dem Namen “D-day” beginnt. Bei der Landung geraten die Soldaten in schweres Maschinengewehr Feuer, es hagelt Kugeln, Soldaten klappen zusammen, heulen wie kleine Mädchen. Damit nicht genug, schweres Artillerie Feuer der Deutschen deckt den Strand ein. Nicht nur in der Soldat James Ryan wurde dies eindrucksvoll dargestellt, denn auch in dem neuen Strategie Spiel von THQ kann man diese Szenen in einer Video Sequenz sehen und dann auch noch selbst ins geschehen eingreifen.

 

 

Schnell muss man seine Soldaten hinter die Panzersperren schicken, muss jedoch auch noch seinen Angriff planen und die Stacheldrahtzäune sprengen. Damit nicht genug, die eh schon demotivierten und ängstlichen Soldaten müssen nach vorne Stürmen, die Bunker mit Bomben sprengen und versuchen hinter die Feindlichen Linien zu kommen. Man muss die Deutschen in Sandgräben und Verschanzungen überraschen und diese niederstrecken, dabei ist es immer wichtig seine Flanken zu decken und einen Rückzugspunk frei zu halten. Sonst heißt es “vorwärts immer rückwärts nimmer”, denn wenn man einmal von seinem Gegner zurück gedrängt wird, so ist die Chance, dass man zurück kommt sehr niedrig, da man nicht genug Sicherungspunkte hat, und seine Armee nicht schnell genug mit neuen Truppen versorgen kann.

    

 

Das natürlich in einem Strategiespiel die Story nicht alles ist, erklärt sich von alleine und so ist auch die Grafik erstklassig geworden. Alle Truppen sind wunderschön animiert und Einschläge kommen einem viel zu real vor. Man fühlt sich als sei man selbst in den Schlachten des zweiten Weltkrieges und müsste sich vor Schüssen und Granaten in acht nehmen. Auch Schützengräben und Häuser sind wunderschön dargestellt und erfüllen ihre Funktionen, so kann man mit gezielten Klicks steuern in welche Etage des Hauses die Granaten fliegen und wen man zuerst ausschalten möchte. Dies ist besonders bei Scharfschützen von hoher Wichtigkeit. Gleich erzähle ich aber noch mehr über das wunderschöne Gameplay. Besonders schön anzusehen sind die effektivsten Waffen im Häuserkampf, die Flammenwerfer. Die Flammen sind wunderschön animiert und mindestens genauso tödlich, wie schön im Spiel.

 

Die gute Story und die Ingame Grafik werden nur noch von den atemberaubenden Spielvideos getoppt. Die Filme sind wirklich einem “Der Soldat James Ryan” ebenwürdig und geben die schrecken des 2 Weltkrieges in voller härte wieder. So wird die Geschichte vervollständigt, zeigt aber gleichzeitig auch auf, was die Soldaten die man Spielt mitmachen müssen und lässt noch einen größeren Zusammenhalt mit seinen Truppen entstehen.

 

             

Nun kommen wir aber auf das Herzstück des vom Entwicklerstudio (relic) von Dawn of War entwickelten Spiels zu sprechen. Denn gute Grafik allein, macht noch aus keinem Titel ein wunderschönes und stimmiges Spiel, auch das Gameplay muss stimmen und ich denke, in diesem Spiel ist es doch ganz gut gelungen. Wie in Dawn of War werden die Ressourcen durch Fahnenpunkte gesichert und gelangen automatisch in die Basis. Das Problem für mich ist nur, dass man zu einfach ohne Verteidigung manche Punkte halten kann. Ein präziser Angriff und schon gibt es keine Probleme mehr, wenn man seine Linien geschlossen hält. Dabei geht für mich die Vielseitigkeit verloren, aber man muss bedenken, dass auch im 2ten Weltkrieg eine geschlossene Linie kaum zu durchbrechen war. Unrealistisch sind auch die Formen in denen gebaut wird, da die Pioniere einfach aus dem Rucksack Sandsäcke nehmen und Gebäude bauen, da hätte ich mir doch einen Bautruck gewünscht, der sich zwischendurch mit neunen Ressourcen aufladen muss, die entweder angeschifft oder durch Luftabwürfe angeliefert werden. Auch die Munition ist weitestgehend unerschöpflich, denn Panzer und Truppen können ohne Begrenzung schießen und müssen keine neue Munition aufnehmen. Nur Spezialangriffe, wie Granaten, werden mit “Munitionspunkten” bezahlt und diese müssen erst durch Fahnenpunkte gewonnen werden.

 

Wie oben angesprochen ist es in Company of Heros sehr wichtig, wo man mit seinem Mauszeiger hinzielt, denn genau dorthin werden Spezialangriffe wie Granaten etc. geworfen und beschädigen auch diesen Punkt. Dies ist besonders bei Panzer wichtig, denn wenn die Hauptgeschütze und Ketten ausgeschaltet sind, ist dieser Hilflos und nur noch ein großer Klumpen Metal auf einem Feld.

Dieser kann auch nicht ohne weiteres repariert werden, dafür müssen schon Pioniere oder die “auf dem Feld reparieren” Funktion aktiviert werden. Dabei sind Pioniere vor einem ausgeschalteten Panzer eher so was wie Kugelfutter, da diese nichts gegen gegnerische Sturmtruppen oder Panzer ausrichten können.

    

Auch Panzer sind in diesem Spiel endlich realistisch dargestellt und können nicht wie in “C&C” durch Normale Truppen und Maschinengewehre ausgeschaltet werden. Nur die aus dem “der Soldat James Ryan” bekannte Trick mit den Haftgranaten funktioniert auch in diesem Spiel und hilft doch des Öfteren eine Schlacht zu seinen Gunsten zu entscheiden.  

Eine wichtige Funktion in einer Schlacht sind auch die Kommandopunkte. Diese können in Luft, Panzer und Infanterie Generäle investiert werden, jedoch muss vor einer Schlacht einer von diesen Generälen ausgesucht werden und ab dem ersten Punkt ist auch die Wechselmöglichkeit verfallen. Dabei sind die Generäle leider nicht so ausgeglichen, wie man es sich wünscht, denn der Infanteriegeneral hat durch seine Haubitzenangriffen und die Fallschirmspringer viel bessere Möglichkeiten Feinde zu infiltrieren und zu umzingeln. So können auch sehr schnell Feindliche Stellungen übernommen und Artillerie schnell und präzise ausgeschaltet werden. Die Luftwaffe hingegen kann mit Ihren Luftschlägen zwar viel zerstören, es bleiben aber meist Truppenreste zurück, die schnell wieder aufgefüllt werden können.

         

Somit kommen wir nun zu seinem weiteren Interessanten Punkt der “Dawn of War” gleicht, denn Truppen die getötet wurden, können, solange einer aus dem Team am Leben geblieben ist, wieder aus dem Hauptquartier hinaus aufgefüllt werden, wobei keine Erfahrungspunkte verloren gehen. Ach so, dass habe ich auch noch nicht gesagt, alle Truppen steigen in Ihrer Erfahrung und können somit präziser agieren. Diese Truppen können in jeder Mission aus den Baracken wieder erneut aufs Spielfeld gerufen werden. Leider fehlen mir die wunderschönen einzelnen Finishingaktionen, wie sie aus den alten Spielen von relic bekannt sind. Aber dafür ist das Spiel auch nicht von der USK als “nicht freigegeben” eingestuft worden.

 Ansonsten sind alle Effekte aber noch vorhanden und es fliegen einem die ein oder anderen Splitter etc. um die Ohren. Besonders wichtig im Spiel sind die schon beschriebenen taktischen Möglichkeiten, denn man kann jede Waffe auf dem Spielfeld für eigene Zwecke benutzen und somit ist es wichtig vorsichtig vor zu gehen.  

 

    

Ein weiterer wichtiger taktischer Faktor ist die Angst der einzelnen Truppen, wie sie z. B. aus “Brothers in Arms” von Ubisoft bekannt ist, wodurch sich die Truppen als “festgenagelt” fühlen und nicht den Kopf heben wollen, da sie befürchten, sofort getötet zu werden. Diese Zustände kann man mit MG42 oder auch Artillerie hervorrufen. Wenn man somit einen Zugang mit mehreren Maschinengewehren versperrt, kann man den Angriff schnell zum erlahmen bringen und die Gegner aufreiben. Nur da die KI in diesem Spiel sehr klug agiert, wird diese schnell Panzer schicken, die das MG aufreiben und somit wissen alle Profis, dass dahinter am Besten Panzerschrecks installiert werden sollten, um diese wiederum aufzureiben.  

Am besten ist es natürlich, seine Leute in Gräben oder Bombenkratern zu verschanzen, da diese hier den größtmöglichen Schutz haben, der durch ein grünes Wappen angezeigt wird. Es gibt grüne, gelbe und Rote Wappen was sinnesgemäß den Schutz der einzelnen Verschanzungsstufen angibt. So wird bei grün nur ca. 50% Schaden bezogen und bei gelb ca. 30 %. Wer dies Taktisch einsetzt kann auch noch in der Unterzahl einen großen Sieg mit minimalem Truppenverlust erringen. 

    

Nun muss ich aber noch auf das Baumenü zu sprechen kommen, denn dies ist auch sehr gut arrangiert, man hat nämlich nicht wie in “Sudden Strike” festgelegte Truppenzahlen, sondern man kann wie in ”Dawn of War” die notwendigsten Gebäude bauen und daraus seine Truppen beziehen.

Dabei ist immer zu beachten, dass Menschen schneller agieren als Panzer und man auch diese Gebäude zuerst bauen sollte, diese sind erstens günstiger und zweitens sind Panzer gegen Panzerschrecks sehr schnell auf einem verlorenen Posten. 

Nun kommt noch eine letzte wichtige Sache, die in einem guten Spiel vorhanden sein muss, der Sound. Und dieser ist gut gelungen. Mit den Granateneinschlägen und MG Schüssen die Originalgetreu eingebaut wurden, kann man sich nur wie in einer echten Schlacht fühlen und auch die Hintergrundmusik ist stimmig gewählt und reißt den Spieler nicht aus seiner Spielwelt hinaus. 

 Saschas Fazit: 

Das Spiel erfüllt die Hauptelemente Story, Grafik, Gameplay und Sound perfekt und rundet alles mit vielen kleinen Details ab. Somit ist ein wirklich gutes Strategiespiel entstanden, dass auf jeden Fall die Chance auf den Titel „Strategiespiel des Jahres“ hat, denn noch nie habe ich mich in eine Welt so hineingehörig gefühlt und wirklich geflucht, wenn einer meiner liebgewonnenen Truppenteile verstorben ist, nur weil ich einen Hinterhalt der Gegner nicht bedacht habe. 

Man fängt wirklich an vorauszuplanen und nutz somit auch sein Gehirn, was nicht bei jedem Spiel der Fall ist. Ich kann wirklich nur jedem Strategiefreund empfehlen, dieses Spiel zu kaufen. Jedoch bekommt man die Schrecken des Krieges vor Augen geführt und wer das nicht ertragen kann oder generell schlechte Nerven hat, sollte lieber vom Kauf absehen.

 Alles in Allem ein sehr gutes Spiel für mich, jedoch bin ich auch ein begeisterter Strategiefreund J.  

  Company of Heroes Echtzeitstrategie (RTS)    
         
  Publisher: Preis:    
  THQ €45,00    
  Sprache: USK    
  Deutsch  18+    
         
Technische Angaben PC Minimum PC Optimum    
Prozessor 2 Ghz P4 oder Amd 3,0 GHz P4 oder Amd    
Ram 512 MB Ram 1 GB RAM    
Festplatte 6,5 GB 6,5 GB    
Laufwerk DVD-Rom DVD-Rom    
Grafikkarte 64 MB NVIDIA Geforce 3 / ATI Radeon 8500 256 MB NVIDIA Geforce 6800    
         
Untersützte Soundsysteme        
 5.1         
Bewertung        
      EP GP
Grafik +schöne Effekte +geniale Animationen 9 10
Sound +schöne Musik +Effekte bringen Tiefe 9 10
Truppen +große Truppenvielfalt +am Boden liegende
Waffen sind verwendbar
9 10
Atmosphäre +fesselnde Story +gute Sequenzen  9 10
Kampagne +fortlaufende Handlung -übliche Missionen 6 10
KI +agiert
abwechslungsreich
-Wegfindung;
Stümt gleiche Punkte
7 10
Spezialangriffe +sinnvolle Spezialangriffe -kaum Besonderheiten 7 10
Balance +alle gleich Stark +Waffen können beidseitig
genutzt werden
8 10
Gameplay +hohes Tempo +hoher Suchtfaktor 9 10
Multiplayer +temporeiches Game -wenig Modis 8 10
         
      81 100
         
Extra Bemerkung: Multiplayer Spielspaß 81 %
 Strat. Spiel zu WW2 gute Abwechslung, selten klare Gewinner    
         
         
Kaufempfehlung        
Super für alle Strategiefans, die schon immer was realistisches erleben wollen    
Einspielzeit Solo-Spaß Frustrationsfaktor    
10-20 min 30 Std. und mehr niedrig  
         
Kurzfazit        
Eine super Strategiespiel zum WW2 mit einem Touch von "Dawn of War"    
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