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Schnappschuss
Expertgamer_857

postheadericon Comand & Conquer : Tiberium Wars







Der 3. Teil der Comand & Conquer (C&C) Serie spielt im Jahr 2047. Das  außerirdische Mineral Tiberium hat, mehr als 1 Drittel der Erde nahezu unbewohnbar gemacht und weite Teile des Globus verseucht. Teilweise gleicht die Erde einem fremden Planeten. Die Erde ist in 3 Zonen eingeteilt.
Die blaue Zone ist die einzige die den Menschen ökologisch und ökonomisch noch gute Verhältnisse bietet, diese hart umkämpften Zonen machen etwa 20 % der Fläche aus. 50 % der Landfläche sind als Gelbe Zonen deklariert, diese Zonen sind teilweise bewohnbar. Die anderen 30 % sind der roten Zone zugeteilt und nicht bewohnbar.

In dem Krieg um die blauen Zonen stehen sich wie schon in den Vorgängern des Games die Bruderschaft von NOD und die GDI (Globel Defense Initiative) gegenüber und bekämpfen sich bis aufs Blut. Die Bruderschaft erhält allerdings ihren charismatischen und berüchtigten Führer Kane zurück, der im Vorgänger durch einen unglücklichen Tempeleinsturz zwischenzeitlich verstorben war (Wie übrigens auch schon im ersten Teil... einfach nicht totzukriegen der Geselle). Wenn Zwei sich streiten freut sich der Dritte, dieses bekannte Sprichwort kommt auch hier wieder  zur Geltung durch das plötzliche Erscheinen von Außerirdischen: den Scrin.




Grafik
Die Grafik ist wirklich atemberaubend, die Licht und Schatteneffekte stellen wieder mal eine Referenz im RTS- Genre dar.  Die Einheiten sind auch auffallend gut designed und animiert. Wer erstmal eine Ionenkanone abfeuert freut sich schon auf die nächste. Das Schlachtfeld wird richtig zum Leben erweckt durch die wirklich genialen Feuer, Rauch, Nebel und Leuchtspuren Effekte. Es fliegen Stücke aus Panzern und Gebäuden und die Explosionen wirken wirklich beängstigend realistisch. Mit den Wettereffekten ist es den Machern gelungen zusätzlich noch etwas zur guten Atmosphäre beizutragen. Mit den tollen Effekten macht das Zerstören gleich doppelt Spaß, insbesondere bei größeren Schlachten kann man die genialen Effekte richtig genießen. Dazu muss man sagen, dass man auch bei größeren Kämpfen eigentlich immer die Übersicht hat, die Kamera kann gezoomt werden aber leider lässt sich der Winkel nicht verändern, dies wäre wünschenswert gewesen, ist aber wahrscheinlich nur etwas Gewöhnungsbedürftig.

        

Steuerung
Die Steuerung ist wie eigentlich immer bei C&C äußerst gelungen. Durch das intuitive Sidebar-Interface gelingt es innerhalb von kürzester Zeit das Spiel zu beherrschen. Es lassen sich in Sekundenbruchteilen mehrere Bauaufträge für Gebäude oder Einheiten erteilen, was den Spielfluss beschleunigt.



Sound
Der Sound ist wie die Grafik wirklich ein Steckenpferd von C&C 3. Der musikalische Untermalung ist gut gelungen und passend zu den Missionen. Auch der Sound der Fahrzeuge und Explosionen ist sehr gut und realistisch geworden.



Missionsdesign
Es gibt in C&C 3 wie aus den Vorgängern gewohnt für NOD und GDI je eine Kampagne. Pro Partei sind ca. 15 Missionen zu bewältigen.  Neu ist die Kampagne für die 3. Partei die Scrin, die freigeschaltet wird, sobald man die beiden anderen Parteien zur Weltherrschaft geführt hat, jedoch darf man sich mit der neuen Rasse mit nur 4 Missionen begnügen.
Das Missionsdesign ist eigentlich wie in jedem anderen RTS und wie bei den Vorgängern: "Gehe zu Punkt X baue Basis und zerstöre Gegner". Von der länge her sind die Missionen unterschiedlich, es gibt kurze "Laufmissionen" die in eingen Minuten gespielt werden können und langatmige Feldzüge, die mehrere Stunden in anspruch nehmen können. Erwähnenswert ist im Hinblick auf die Kampagne ist noch das Missionsbriefing. Wie in den Vorgägnern wurden hierzu Schauspieler verpflichtet die einem die Missionen erklären, es ist ganz nett, allerdings hätte die Synchronisation etwas besser sein müssen, ebenso wie die Schausspieler (Aber das ist hier ja keine Filmkritik).



"KI"
Anpassungsfähige KI die sich dem Spieler sucht man leider vergeblich. Der KI Gegner verfügt meist schon zu Beginn der Mission über eine Basis und startet schon frühzeitig die ersten Angriffe. Bei einer einigermassen ausgebauten Verteidigung können die dilletantischen Angriffe meist ohne große Verluste abgewehrt werden. Der KI Gegner verheizt seine Truppen und hat trotzdem immer genug in seiner Basis! Die (angeblich) anpassungsfähige KI greift solange mit verschiedenen Truppentypen an, bis diese eine Schwachstelle in der Verteidigung gefunden hat, allerdings ist das keine richtige KI. Scheitert ein Angriff mit Infanterie, kommt der nächste mit Panzern und zum Schluss mit Flugzeugen.



Auch das alte Problem mit den Tiberiumsammlern ist nicht gelöst. Noch immer fahren diese immer zum nächstgelegenen Tiberiumvorkommen, ungeachtet ob dies in der gegnerischen Basis liegt oder nicht. Leider ist auch das Pathfinding der anderen Einheiten alles andere als Zeitgemäß, da sich die Einheiten häufig blockieren oder stecken bleiben, was fatal werden kann wenn Infanteristen mitten in einem Tiberiumfeld stecken bleiben, diese verlieren dort Lebensenergie und sterben letztlich den Gifttod.



Balancing
Das Balancing der Einheiten zwischen NOD und GDI ist in Ordnung. Jedoch sind die Einheiten der Alienrasse Scrin zu stark.
Die Einheiten sind aufrüstbar und können durch Erfahrung aufsteigen. Die Besonderheiten der Einheiten werden schnell klar und so macht es auch Spaß. Allerdings gibt es Einheiten die relativ schnell an Übergewicht gewinnen, da diese etwas zu stark sind z.B. der Mammut Panzer.



Multiplayer-Modus
Der Multiplayer Modus ist ziemlich actionreich und macht wirklich Spaß, da man sich nicht mit der stupiden KI auseinandersetzen muss. Hier zeigt das Spiel wirklich was es zu bieten hat. Es gibt verschiedene Spiel-Modi, natürlich auch einen Online Modus. Durch den guten Editor und viele und gute vorgefertigte Multiplayer Karten verspricht C&C 3 ein beliebtes Multiplayer Spiel im RTS Genre zu werden.



Fazit:
C&C 3 ist nicht nur Etwas für die alten Fans der inzwischen 12 Jahre alten Spielereihe, sondern auch was für Neueinsteiger. Aufgrund der leichten Bedienung und der nicht so anspruchsvollen KI sollte es jedem Spaß machen. Sicherlich gibt es auch einige Schwachstellen insbesondere die KI ist immer noch auf dem Stand von 1995. Jedoch machen der Multiplayer Modus und die gute Atmosphäre den Nachteil wett.

  Command & Conquer 3 Tiberium Wars Echtzeitstrategie  
 
   
  Publisher Preis:  
  EA ca. 40 €  
  Sprache USK  
  Deutsch Ab 16 Jahren  
       
       
Bewertung      
    EP GP
Story/Handlung althergebracht, aber recht spannend 8 10
Grafik sehr gute Effekte, gutes Design 8 10
Steuerung intuitiv und praktisch 9 10
Sound atmosphärisch und passend 9 10
Missionsdesign normal, 3 Kampagnen, ca. 34 Maps 8 10
KI Gegner KI, eintönig Einheiten Ki stupide 5 10
Balancing NOD u. GDI ausgeglichen, Scrin im Vorteil 7 10
Multiplayer Editor, Online Modus, gute Karten 9 10
Atmosphäre gutes Mapdesign, Effekte, Sequenzen 8 10
Spielspaß hoch durch Multiplayer und Atmosphäre 9 10
       
Extra Bemerkung: Gesamtwertung 80%
Anmerkung      
       
       
Kaufempfehlung
   
       
Multiplayer Spaß Solo-Spaß Frustrationsfaktor  
bis einem die Finger abfallen ca. 25 h mittel  
    durch schwache KI  
Kurzfazit      
Für Fans der Serie und alle RTS Zocker empfehlenswert.      
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