• PC
  • XBOX
  • Playstation
  • Nintendo
  • Hardware
  • Software
Hauptmenü
  • Home
  • News
  • Previews
  • Online-Games
  • günstige Spiele
  • Tipps & Tricks
  • Specials
  • Suche
  • Kontakt
  • Impressum
  • Galerie
  • Shop
Schnappschuss
TimeShift_91

postheadericon Splinter Cell – Double Agent

 


Wir schreiben das Jahr 2006. Es ist ein Morgen, wie jeder andere. Ich sitze gelangweilt auf der Arbeit, eine Tasse Kaffee vor mir, ein Zigarettchen schmauchend als die allmorgendliche Stimme durch den Laden brüllt: „Morje, Post!“ ... Wie üblich nehme ich die Sachen entgegen... plötzlich ... stutzend... hmmm ... dickes Päckchen, Absender Sascha...? Da wird doch wohl nicht... von akuten Schweißausbrüchen getrieben reiße ich es auf ... ein Glatzköpfiger Typ starrt mich an... sieht aus wie ein Knastfoto... JAWOLL!!! Splinter Cell... für mich ganz allein... voller Vorfreude reiße ich die Folie auf und stöber im Handbuch...  vergessen ist der Alltagstrott und ich freu mich auf den Feierabend...

  So wird es wohl vielen Spielern ergangen sein, die, wie ich, händeringend auf das neue Werk von Ubisoft gewartet haben... ob es hält was es verspricht, oder ob es nur eine weitere Fortsetzung der Reihe ist, erfahrt ihr in Onkel Chri’s Plauderstunde...

 

Für alle, die mit Splinter Cell noch nie in Berührung gekommen sind, oder für die, die keinen Bock haben bis zum Ende zu lesen: „Double Agent“ rockt!!! Es ist schwer wie eh und je, es gibt massig Neuerungen und vor allem: Sam Fisher ist nun eine echte Persönlichkeit, mit der das Spielen nun noch mehr Spaß macht... Neugierig geworden? Dann lest weiter...

 

Es ist schon ewig her, dass ein „Splinter Cell“ in meinem Laufwerk war und so habe ich mich entschlossen, erst mal die Trainingsmissionen zu absolvieren. So musste ich schmerzlich Feststellen, dass die Menge an schnellen Shootern die ich in letzter zeit gezockt habe, mich doch etwas nachlässig werden ließ. Also von vorn... schön langsam bewegen, den richtigen Zeitpunkt für Aktionen abwarten und siehe da... es klappt... durch das Training wieder an die Steuerung gewöhnt kann es losgehen...

 

Story und Missionen

Eins vorweg: hier scheiden sich wohl die Geister. Vorbei (oder fast vorbei) sind die Zeiten von ewig dunklen Gängen und Gebäuden. Sehr oft schleicht ihr in hell erleuchteten Arealen  und Gebäuden. Sieht natürlich genial aus, erfordert aber teilweise eine gänzlich andere Herangehensweise, als bei den vorangegangenen Teilen.

Was mir bei den alten Teilen nie gefallen hat, war die Tatsache, dass Sam eine relativ Identitätslose Person war, mit der ich mich nie ernsthaft Identifizieren konnte. Die Story war zwar immer nett, aber so richtig wollte der Funke nie überspringen. Das ändert sich in seinem neuesten Abenteuer. Der Charakter von Sam bietet hier viel mehr Tiefgang und macht dadurch die Story spielenswerter und die Missionen spannender, als sie ohnehin schon sind. Nach dem ersten Einsatz in Island, erfährt Sam, dass seine Tochter bei einem Unfall ums leben kam. Sein Vorgesetzter, Lambert, bringt es auf den Punkt, was Sam danach durchmacht: „Er sank so tief, wie ein Mann nur sinken konnte...“ Aber Sam wäre nicht Sam, wenn er sich nur noch hängen lassen würde und nimmt den gefährlichsten Auftrag seiner Karriere an: Er infiltriert die Terrororganisation „JBA“ (die Bombenanschläge im großen Stil plant) und lässt sich dafür ins Ellsworth Gefängnis stecken, um dem JBA Mitglied Jamie Washington zur Flucht zu verhelfen... Nach dem Ausbruch wird Sam Mitglied bei der JBA und arbeitet fortan als Doppelagent sowohl für die NSA als auch für die JBA. Dabei bekommt ihr für jeden Auftrag, den ihr erledigt „Sympathie/Vertrauenspunkte“ von der jeweiligen Organisation. So seid ihr in den Missionen fast immer gezwungen eine „gute“ oder „böse“ Entscheidung zu treffen, so müsst ihr selbst Entscheiden, ob ihr einen Auftragsmord begeht (und Vertrauen der JBA gewinnt), oder eben nicht... mehr möchte ich nicht zur Story verraten, aber  es sei gesagt, dass es für mich das bisher spannendste Abenteuer von Sam war... Nach den Missionen gibt es ein Briefing mit abschließender Bewertung eurer Vorgehensweise. So bekommt ihr (immer in % Angaben) Pluspunkte für absolvierte Aufgaben und Minuspunkte für nicht geschaffte Missionsziele oder wenn ihr z.B. entdeckt werdet. Das ist einerseits echt motivierend, hat aber einen riesengroßen Haken: wer meint 100% abstauben zu können, hat entweder zuviel Zeit, ein fotografisches Gedächtnis oder einen Unsichtbarkeitscheat... jede kleine Verfehlung wird sofort mit Punktabzug geahndet. Werdet ihr entdeckt – Abzug. Habt ihr Kontakt mit einem Gegner (auch wenn ihr ihn ungesehen ausschaltet) – Abzug. Tötet ihr einen Menschen – Abzug... als „Ottonormalzocker“ wird es für mich in diesem Leben absolut unmöglich sein, jemals die 100% Wertung am Bildschirm zu sehen (abgesehen davon macht es einfach zu viel Spaß sich an einen Gegner heranzuschleichen und ihn schlafen zu legen...) Zumal es Belohnungen nur für Bonusmissionen gibt, die dann frei Verfügbar sind. Es gibt etliche neue Gadgets, die aber leider nur recht selten eingesetzt werden müssen...

 

Die Steuerung

Es hat sich nicht viel getan... zum Glück! Steuerungstechnisch ist der vierte Ableger der Reihe intuitiv wie die vorangegangenen Teile. Mit dem Linken Analogstick bewegt ihr Sam, der wie immer in der Verfolgerperspektive dargestellt wird, mit dem rechten schaut ihr euch um, mit „A“ werden kontextsensitiv Aktionen ausgeführt, „Y“ lässt euch springen, „X“ wird benutzt um die Waffe zu ziehen. Mit dem Digikreuz aktiviert ihr die Nachtsicht und linker bzw. rechter Trigger aktivieren die ausgewählte Waffe für nichttödliche (links) und tödliche (rechts) Angriffe. Dabei geht euch nach kurzer Eingewöhnungszeit alles wie von selbst von der Hand. Einige Neuerungen gibt es aber sehr wohl. Was als erstes auffällt, ist das fehlende HUD. Es gibt keine Hell/Dunkel Anzeige mehr, sondern lediglich einen leuchtenden Button am unteren Bildschirmrand und auf Sam’s Anzug.

Je nachdem in welchem Sichtbereich (versteckt

oder offen) ihr euch aufhaltet, leuchtet diese grün, gelb oder rot... Das System sieht schick aus (da man mehr vom Spiel sieht) und funktioniert hervorragend. Auch auf eine Lebensenergieanzeige wurde verzichtet. Wird Sam getroffen, verliert der Screen an Farbe bis hin zu einem weiß/grau bis Sam stirbt...  Zweite Neuerung: Sam kann schwimmen! Wie das geht und aussieht, kann man direkt in der ersten Mission herausfinden (dem eigentlichen Prolog zum Spiel). Dann gibt es noch ein paar neue Minispielchen, abseits des bekannten Schlösserknackens, wie z.B. Bomben basteln, Computer hacken oder Panzerschränke knacken... alles in allem: die Steuerung (obwohl fast jeder Button doppelt belegt ist) funktioniert hervorragend, intuitiv und ohne Macken... Volle Punktzahl!!!

 

Grafik und Sound

Aufgrund der Tatsache, dass Sam sich in den 11 Missionen sehr oft bei gleißendem Tageslicht bewegt, kann die Grafikengine hier diesmal ihr volles Potenzial ausschöpfen. Die Zwischensequenzen sind bombastisch in Szene gesetzt worden und unterstreichen die ohnehin schon gigantische Atmosphäre des Spiels. Die Areale im Spiel selbst strotzen vor hochauflösenden Texturen und sind mit hervorragenden Lichteffekten bestückt. Die Animationen sind absolut lebensecht und flüssig. Die Charaktermodelle glänzen mit enormen Details wie Schweiß

, Muskelsträngen und Adern. Gerade auf einem HD fähigen Gerät kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Clippingfehler, wie in den vorigen Teilen, habe ich keine bemerkt. Legt man einen betäubten Gegner an einer Wand ab, verschwindet dieser nicht darin, sondern lehnt sich physikalisch korrekt an die Wand und rutscht daran herab. Ruckler gibt es so gut wie keine, aber das ständige Tearing nervt schon ein wenig. Irgendwo in einem Forum habe ich mal gelesen, dass Microsoft die Exklusivrechte für Tearing gekauft hat und damit nun jedes Spiel ausgestattet sein muss... kleiner Scherz am Rande... Der absolute WOW Effekt bleibt zwar aus, das liegt aber letztendlich daran, dass man auf der 360 schon sehr viele Spiele mit absoluter Hammergrafik bekommt. Also bis auf das nervige Tearing, im Grafikbereich Daumen hoch...

 

 

Soundmäßig gibt es nichts zu bemängeln. Die Musik ist dezent eingesetzt und immer absolut passend und stimmig, die Soundeffekte sind (ein 5.1 System vorausgesetzt) gut zu orten und machen die Atmosphäre authentisch und dicht. Auch bei der Synchronisation hat man sich Mühe gegeben. Sam wird von der deutschen Stimme von Nicholas Cage und Vin Diesel gesprochen, in der Englischen Fassung (die sich Vorbildlicherweise auch auf der Disc befindet) von Michael Ironside. Also im Soundfazit: Doppeldaumenhoch! 

 

 

 

 

Ladezeiten...

O.K. ... kein Test vom Onkel ohne übles Gemeckere... Zwischen den Missionen und besonders zu Beginn des Spiels werden dem ungeduldigen Zocker die Nerven blank liegen. Bevor man das erste mal in den Genuss des Games kommt, kann man locker noch bügeln, kochen, oder sich einen von der Palme... äääh... sprich: die Ladezeiten sind echt ätzend!!! Zwar gibt es kein Zwischenladen in den größeren Levels (die eher selten sind) aber wie gesagt... mir hat es immer zu lange gedauert. Positiv: wenn einmal ein Level geladen wurde und man möchte noch mal von vorne beginnen, halten sich die erneuten Ladezeiten in Grenzen. Wann bitte implementieren die Entwickler eine automatische Festplattenerkennung in die Spiele???

 

 Fazit:

Alles in allem, hat mir Splinter Cell – Double Agent sehr gut gefallen. Positiv sind auf jeden Fall die Technik an sich und die Atmosphäre anzumerken. Das Spiel macht enormen Spaß (sieht man einmal vom hässlichsten Tutorial ab, das die Spielewelt jemals gesehen hat...) und die vielen kleinen, aber feinen Neuerungen im Gameplay machen das Game einfach zum „noch mal durchzocken“ interessant. Leider gibt es auch ein paar Schattenseiten, wie z.B. das ultranervige Tearing (wenn man empfindlich dafür ist). Das Gameplay an sich wird wohl unter den Zockern einige Diskussionen hervorrufen. Die einen werden es lieben, da das ganze nicht immer nur in der Dunkelheit stattfindet, die anderen (so wie ich z.B.) werden maulen: „Mann... alles viel zu hell, man kann sich gar nicht mehr so gut verstecken, etc.“ Grafisch, natürlich durch die Tageslicht Level um einiges imposanter als die alten Teile, absolut klasse, Soundtechnisch gibt’s nix zu meckern und die Steuerung ist auch super geworden (hatte ich aber auch nicht anders erwartet). Mir hat besonders gut gefallen, dass Sam nun endlich aus seiner  „Anonymität“ heraus ist und eine echte Charakterfigur geworden ist, mit der man sich eher identifizieren kann. Die Missionen sind cool, ABER: ich will Splinter Cell, d.h. Schleichen und die Lichtquellen umgehen. Ich will keine hektischen Zeitlimits, ich will in Ruhe meine Handlungsweise planen, um möglichst ungesehen an mein Ziel zu kommen. Ich möchte das Spiel nicht künstlich abwerten, es ist wirklich toll, aber mir persönlich ist das zuviel „Ghost Recon meets Sam Fisher“. Liebe Ubisoftler, bitte gebt mir meinen Sam so zurück, wie ich ihn kannte! Ich will keine nervigen Zeitlimits, dafür gibt es Rennspiele. Ich will mich auch nicht bei Tageslicht in Zerbombten Städten bewegen, dafür hab ich Ghost Recon... Ich will einfach nur meinen alten Sam zurück...

 

  Splinter Cell Double Agent Schleich-Action      

 
         

 
Publisher Preis:      

 
Ubisoft        

 
Sprache USK      
  Deutsch/Englisch        

 
         

 
Mitgeliefertes Zubehör:        

 
Speicherplatz auf Memorycard        

 
erforderliches Zubehör        

 
Konsolen        
           
Bewertung PRO CONTRA      
        EP GP
Grafik Sehr Detailreich, tolle Texturen und Modelle Tearingalarm   9 10
Sound Hervorragende Soundkulisse     10 10
Leveldesign Sehr gut, teils beängsigend realistisch viele Levels einfach zu klein   8 10
Atmosphäre zusammenspiel von Grafik, Sound ist riesig     9 10
Handlung spannend erzählte Geschichte. aber nix wirklich innovatives...   7 10
Umfang   Leider nur 11 rel. kurze Missionen   7 10
KI ganz schön knackig teils zu knackig   8 10
Balance  immer schaffbare Missionen,3 Schwierigkeitsgrade für Anfänger zu schwer   8 10
Steuerung Splinter Cell mäßig perfekt     10 10
Waffen und Zubehör neue Waffen und neue Gadgets     9 10
           
        85 100
           
Extra Bemerkung: Multiplayer Spielspaß 85%    
Fans der Serie können einen 5% Bonus aufschlagen        

 
         

 
         
Kaufempfehlung          
           
Einspielzeit Solo-Spaß Frustrationsfaktor Multiplayerspaß    
30min. sehr hoch relativ hoch, auch auf "Einfach"      
           
Kurzfazit          
ein weiterer, sehr gut inszenierter Teil der erfolgreichen Serie        

 
         

 
         
< Zurück   Weiter >
 

Copyright © 2006 - 2012. Expertgamer All Rights Reserved.