Timeshift verspricht durch
viele neue Features ein neuer Spielehit aus dem Hause Sierra zu werden, ob das
Spiel aber den großen Erwartungen gerecht wird, klären wir in diesem Test.
Timeshift startet mit einer
beeindruckenden Intro Sequenz die direkt Lust auf mehr macht.
Ansonsten bekommt man aber
am Anfang kaum etwas von der Story mit. Es ist eher so, dass, man sich von
vielen neuen Infos erschlagen fühlt und sich wundert, wie es sein kann, dass
wenn man durch eine Zeitreise in die Vergangenheit gereist ist, es möglich ist,
dass dort riesige Maschinen lauern und moderne Automatische Waffen genutzt
werden. Doch bist der Spieler das erfährt, muss er einiges erleben und
vielleicht bleibt es ja ein dauerhaftes Geheimnis…
Timeshift überzeugt durch ein
komplett neuartiges Spielkonzept, denn der Spieler kann die Zeit für sich
manipulieren. Dabei gibt es einmal die Möglichkeit, einen kompletten Zeitstop
vorzunehmen, indem sich kein Gegner mehr bewegen kann und alle Geschosse in der
Luft hängen bleiben. Dies ist sehr nützlich, wenn eine Rakete auf den Spieler
zurast, oder unüberwindbare Stromfallen vor einem liegen, denn wie sollen diese
einem Schaden, wenn sich nichts mehr bewegt?. Darüber hinaus kann der Spieler
die Zeit auch verlangsamen, dass gibt einem die Möglichkeit, schnell die
komplette Gegnerschaft auszuschalten, denn die eigenen Kugeln fliegen immer
noch in der selben Geschwindigkeit wie vor dem Zeitstop.
Wenn einem das noch nicht
genug ist, dann kann man sogar die Zeit rückwärts laufen lassen. Das ist extrem
lustig, wenn man sich genau anguckt, wo die Gegner herkommen werden, die Zeit
zurück dreht und dann z. B. einen Minenteppich legt.
Aber auch Gefahren kann man
durch das Zeit zurück drehen entgehen. So kann man, wenn man auf einer Brücke
steht und bemerkt das die Einstürzt, einfach die Zeit zurück laufen lassen und
danach einen Zeitstop vornehmen, wodurch der Spieler sicher auf die andere
Seite gelangt.
Aber die Zeittricks
offerieren noch mehr Möglichkeiten. So kann man z.B. eine erschossene Geisel
wieder zurück ins Leben rufen und bevor die Kugel den Mündungslauf der Waffe
des Gegners verlässt, diesen ausschalten.
Sollte einem das als
Argument für das Spiel noch nicht genügen, gibt es noch einige feine
Grafikdetails.
Die Grafik in Timeshift ist
einfach umwerfend und man fühlt sich wirklich in einer zwar alt wirkenden, aber
irgendwie futuristisch gestalteten Welt. Überall lauern Gefahren in Form von
Kampfrobotern, oder gegnerischen Truppen. Dabei kommt es aller Half Life 2
öfters mal zu Explosionen und wunderbaren Feuereffekten. In Timeshift fühlt man
sich als wäre man in einem Action Film wie Tripple X gelandet. Als wenn man von
einer Explosion zur Nächsten hetzen würde. Dabei ist das aber nicht nur
mühselig, sondern auch sehr abwechslungsreich gestaltet. So kommen
zwischendurch Sprungeinlagen oder Denkaufgaben auf den Spieler zu. So muss er
z. B. die Zeit anhalten, um an einem Aufzug, der gerade am herunterfahren ist,
heranzukommen, oder muss die Zeit zurückdrehen, um im richtigen Moment in ein
Flugzeug einsteigen zu können. Dazu gibt es noch Schießereien der Extraklasse.
Die Gegner haben eine sehr gut ausgeprägte KI wodurch diese in Deckung gehen,
oder Hinterhalte bilden. Am Besten kann man es mit F.E.A.R vergleichen. Nur
dass die Gegner hier sogar Waffen aufheben, sollten sie ihre verlieren, oder
aus der Hand geschossen bekommen.
Darüber hinaus hat das Spiel
aber noch um einiges mehr zu bieten, so kann man z. B. mit einem Bugge durch
die Gegend heizen oder mit Sprengladungen Tore in die Luft jagen.
Auch das „wie schieße ich am
Besten einen Hubschrauber mit einer Starren Rakete ab“ Spiel ist sehr
unterhaltsam. Man kann natürlich auch einfach die Zeit anhalten, aber das ist
eben das Prinzip von Timeshift…dem Spieler alle Möglichkeiten offen zu halten.
Dabei liefern die Entwickler
auch ein ausreichendes Waffenarsenal, dass natürlich wie es schon der gute Ton
verlangt, eine Pistole und ein Maschinengewehr beinhaltet. Darüber hinaus gibt
es aber noch Sprengpfeile, Armbrüste, Scharfschützengewehre, Schrotflinten,
Flammenwerfern und natürlich den guten alten BUMM BUMM Raketenwerfer (man
braucht eben was fürs Grobe). Somit kann der Spieler seinen kleinen Privatkrieg
mit ausreichenden Mitteln veranstalten und die Gegnerhorden ordentlich
aufmischen.
Da die Gegner aber auch mit
aller Kraft zurückschießen und wissen wie man seine Schießknüppel benutzt, hat
der Entwickler verschiedene Schwierigkeitsmodi eingebaut. Für Anfänger kann man
nur den einfachen empfehlen, da bei allen weiteren schon eine schnelle Reaktion
und gute Abschätzung der benötigten Mittel vorausgesetzt wird.
Egal welcher Klasse von
Spielern man angehört, man findet auf jeden Fall seinen Modus und kann auch die
individuellen Hilfen abschalten.
Leider hat das Spiel auch so
seine Schwächen, so erinnern einen z. B. verschiedene Räume an ein Déjá vu,
denn man denkt, man war doch schon einmal da gewesen. Auch wenn die Level
normalerweise üppig gestaltet sind und generell viel Abwechslung bieten, so
wiederholen sich einige Parts doch schon einmal. Darüber hinaus ist leider auch
die Story ein wenig Konfus und man kommt kaum hinterher den Sinn der nächsten
Mission zu verstehen.
Das wird zwar durch die gute
Zeitmanipulation mehr als wett gemacht, jedoch sollte man einfach nicht zuviel
Inhalt erwarten.
Der Sound ist sehr gut
ausgestaltet und bezieht den Spieler mitten ins Geschehen. Mit Dolby Surround
Sound kann man jede Kugel kommen hören und abschätzen wo der Übeltäter, der
diese abgefeuert hat, sich versteckt hat. Darüber hinaus sind Szenenwechsel
auch sehr gut vertont und die Sprachausgabe lässt auch nicht zu wünschen übrig.
Saschas Fazit:
Insgesamt ist Timeshift ein
sehr rundes Paket und sollte allen Fans von Genren wie Half Life sehr viel Spaß
bereiten. Sollte man allerdings zuviel Inhalt erwarten, kann man sehr schnell
enttäuscht werden. Ich denke aber, dass es durch die innovative Zeitregulierung
und die nette Grafik auf jeden Fall einen Kauf rechtfertig.Also viel Spaß und …spielt nicht zuviel mit
der Zeit…